Archiv aktueller Meldungen
Vorankündigung: Symposion „Diakonische Pastoral“
2012
[Juli 2011] In Kooperation mit der Fortbildungsakademie
des Deutschen Caritasverbandes, den Pastoralen Ausbildungsabteilungen
der (Erz-)Bistümer Aachen, Bamberg und Freiburg und unserer
Konferenz findet vom 9. - 10. März 2012 in Bamberg ein Symposion
statt, das an unsren Freiburger Caritaskongress vor 20 Jahren anknüpft.
Zentrale Fragen sind:
• Wo liegen die Blockaden für eine Diakonisierung von
Pastoral und Gemeinden? In den kirchlichen Milieus und Mentalitäten,
in den Strukturen? In einem diakoniefernen Glaubens-, Gemeinde-
und Kirchenverständnis?
• Gibt es Berührungspunkte zum Projekt "Kirche findet
Stadt" des DW der EKD?
• Welche Aktivitäten des DCV in Sachen Caritas und Pastoral
intensivieren die Perspektive, dass Caritas zur "Kirche vor
Ort" wird.
• Was bedeutet die immer neue Erfahrung der Entfremdung und
das Befremden zwischen Pastoral und Caritas?
• Welche Veränderungen haben Caritas, Kirche, Pastoral
und Pastoraltheologie in den 20 Jahren zwischen 1990 und 2010 durchlebt?
• Was macht Diakonische Pastoral für pastorale Berufe
attraktiv?
• An welche Adressaten wendet sich Pastoral und an welche
Adressaten die neuen Formen der Pastoral wie City-Pastoral?
• Wo und wie gibt es wechselseitige Unterstützungsbedarfe
zwischen Caritas und Pastoral?
Wer Interesse an diesem Symposion hat, kann sich bereits beim Vorstand
melden. [R. Hartmann, Fulda]
90 Jahre Hermann Stenger – Emeritierung Franz Weber –
Gutes Leben für alle
[Dez. 2010] Mit einem spannenden Symposion zu „Gutem
Leben für alle“ ehrte die Innsbrucker Theologische Fakultät
unsere hochverehrten Kollegen und Mitglieder Hermann Stenger und
Franz Weber. Beiden hat unsere Konferenz viel zu verdanken.
Hermann Stenger ist – nicht allein aufgrund seiner Profession, sondern
aufgrund der Art, wie sich diese in seiner Persönlichkeit spiegelte – immer
ein gesuchter Zuhörer und Impulsgeber, gerade auch für die jungen
Kolleginnen und Kollegen, denen er mit großem Interesse begegnetet. Franz
Weber bringt mit seinen Erfahrungen die Dimension der Befreiungstheologie,
den weiten Horizont der Weltkirche, in unsere Diskurse ein – lange Jahre
auch im Beirat der Konferenz. Beiden geht es mit ihren Akzenten um das „Gute
Leben“, das es nie nur für einige geben kann.
Die Hirtenmetapher in Hermann Stengers „Summa“ hat mich immer wieder
angeregt. Der Blick auf die Schafe, die selber zu Hirten werden. Wer den „Pferch
der Kirche“ heute sieht, könnte meinen, dass nur noch 1 Schaf drinnen
ist und alle anderen „draußen“, nicht aber einfach verloren,
sondern auf der Suche – damit alle das Leben haben (dieser Gedanke wurde
wohl im Generalrat der Franziskaner geäußert.) Diese veränderte
Sichtweise provoziert auch uns, die Menschen zu suchen an den Orten, wo sie
leben und leiden.
So sind die Jubilare selber unterwegs. Dazu wünsche ich Ihnen namens der
ganzen Konferenz Gottes Segen – und ad multos annos! [R. Hartmann, Fulda]
Gratulation zum 60. Geburtstag von Dr. Hartmut Heidenreich
[Nov. 2010] Am 26. Oktober vollendete Dr. Hartmut Heidenreich
sein 60. Lebensjahr. Aus diesem Anlass gratulierte Prof. Richard
Hartmann namens der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen
und Pastoraltheologinnen e.V. und würdigte dabei insbesondere
dessen Engagement als langjähriger gewählter Redakteur
der „Pastoraltheologischen Informationen".
Über 15 Jahre war Dr. Heidenreich Mitglied im Beirat unserer
Konferenz und hat – so der Vorsitzende in seinem Glückwunschschreiben – in
zum Teil turbulenten und schwierigen Zeiten die „Pastoraltheologischen
Informationen“ als katholischer Redakteur geprägt. Dies
war stets mit einem doppelten Arbeitsaufwand verbunden, dem inhaltlichen
und dem organisatorischen: Die inhaltliche Aufgabe, die immer zwischen
den Optionen des Beirats und der eigenen Akzentuierung changieren
kann, bietet laut Prof. Hartmann gute Möglichkeiten, über
Kongresse und Sitzungen hinaus Akzente zu setzen und Themen zu
lancieren. Dies habe Dr. Heidenreich immer verantwortlich vorangetrieben,
ohne sich je dabei selbst in den Vordergrund zu spielen. Diese
inhaltlich reizvolle Aufgabe sei zugleich verbunden mit der selten
so erbaulichen organisatorischen Aufgabe, die vom manchmal verzweifelten
Eintreiben zugesagter Artikel bis zu Layout, Druck, Finanzierungs-
und Versandaufgaben reicht. Für all seine Mühe gebührt
Herrn Dr. Heidenreich ein herzlicher Dank und ein ehrliches „Vergelt’s
Gott“.
In einer ausführlichen Würdigung des Bistums Mainz
(http://www.bistummainz.de/bistum/bistum/ordinariat/
dezernate/dezernat_z/pressestelle/mbn/mbn_2010/mbn_101020.html#1)
wird darauf hingewiesen, dass Herr Dr. Heidenreich nach dem Studium
der Philosophie, Theologie, Erziehungswissenschaften, Psychologie
und Soziologie in Würzburg und Münster seine berufliche
Tätigkeit als hauptamtlicher Diözesanvorsitzender des
Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Erzbistum Bamberg
begann. Von 1979 bis 1988 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter
für Pastoralsoziologie und Religionspädagogik an den
Universitäten Münster und Bochum. Daneben arbeitete er
unter anderem als Supervisor sowie Psycho- und Bibliodramatiker.
Seit 1989 war er Leiter der Abteilung für die Psychologischen
Beratungsdienste und des Referats Personalwesen beim Caritasverband
Wiesbaden. Heidenreich ist seit 1992 Direktor des Bildungswerks
der Diözese Mainz, Abteilungsleiter für die Familienbildungsstätten
und Bischöflicher Beauftragter für Erwachsenenbildung.
Überregional ist Heidenreich jeweils als stellvertretender
Vorsitzender in der Landesarbeitsgemeinschaft der Katholischen
Erwachsenenbildung (KEB) in Rheinland-Pfalz und Hessen engagiert.
Darüber hinaus ist er auf Bundesebene Vorstandsmitglied der
Katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung
(KBE). Heidenreich ist 2003 an der Universität Dortmund zum
Dr. phil. promoviert worden. Seine Arbeit trägt den Titel „Personales
Angebot als Kernkonzept praktisch-theologischen Handelns. Zu seiner
Rekonstruktion, Rezeption und Interpretation nach dem Würzburger
Synodenbeschluss von 1975".
In den Themenfeldern Praktische Theologie, lateinamerikanische
Befreiungspastoral, Supervision, Diakonie, Psycho- und Bibliodrama,
Jugendarbeit und Erwachsenenbildung hat Heidenreich über 85
Beiträge in Lexika, Handbüchern und Fachzeitschriften
veröffentlicht sowie zahlreiche Rezensionen. [R. Hartmann,
Fulda]
Netzwerktreffen Praktische Theologie
[Okt. 2010] Am 9.9. trafen sich Vertreter aus Vorstand
und Beirat der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und
Pastoraltheologinnen e.V. in Würzburg zu einem Netzwerktreffen
mit den Vorsitzenden der Wissenschaftlichen Gesellschaft für
Theologie, Abt. Praktische Theologie und mit Vertretern des POST
Netzwerks sowie der Religionspädagogik und Katechese. In dieser
anregenden Begegnung wurden mehrere Projekte vereinbart: Die Vernetzung
zwischen den verschiedenen Trägern wird u. a. dadurch gefördert,
dass die Webseiten verlinkt werden; entsprechende Links sind auf
der Homepage www.pastoraltheologie.de gesetzt. Kooperation gelingt
vor allem durch direkte Zusammenarbeiten (z. B. gemeinsame Doktorandenkolloquien,
Forschungsprojekte, Einladung zu Vorträgen auch und besonders
an Hochschulstandorten, wo nur eine Konfession vertreten ist).
In den Blick genommen wird ein gemeinsamer Kongress zu Grundfragen
der Empirie in der Praktischen Theologie. Im Bereich der mittel-osteuropäischen
Praktischen Theologen wird geprüft, in einiger Zeit ein gemeinsames
Symposion zur Entwicklung der Kirche und der Praktischen Theologie
in Ost und West durchzuführen. Prof. Theis und Prof. Hartmann
werden im Umfeld der Mainzer Gespräche initiativ werden, die
verschiedenen praktisch-theologischen Fachgruppen im katholischen
Bereich besser zu vernetzen. [R. Hartmann, Fulda]
Letzte gedruckte Ausgabe der „Pastoraltheologischen Informationen“ erschienen
[Okt. 2010] Mit dem Titel „Rezeptionsprozesse.
Reflexionen aus Homiletik und Katechetik“ ist die letzte
gedruckte Ausgabe der „Pastoraltheologischen Informationen“ (2/2009)
erschienen.
Neben einer Dokumentation der Beiträge zum 22. Europäischen
Treffen für den Katechumenat, das vom 30. April bis 4. Mai
2009 in Wien stattfand und Zusammenhänge von Katechumenat,
Migration und Integration in den Blick nahm, widmet sich das Heft
vor allem der Predigt. Unter der Überschrift „Verkündigung
zwischen Intention und Imagination“ behandeln zehn Beiträge
Fragen der Predigtpraxis und der Predigtausbildung, der Förderung
und der Erforschung der Predigt.
In Kürze wird zudem die erste Online-Ausgabe der „Pastoraltheologischen
Informationen“ (1/2010: „Religion und Politik“)
erscheinen. Diese Ausgabe dokumentiert zwei Fachtagungen: zum einen
die Tagung der Fachgruppe Praktische Theologie der Wissenschaftlichen
Gesellschaft für Theologie zum Thema Praktische Theologie
und Politik (30. September bis zum 2. Oktober 2009 in Tübingen),
zum anderen den Kongress der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen
und Pastoraltheologinnen zum Thema Christliche Praxis angesichts
religionspluraler Gesellschaft (7. bis 10. September 2009 in Leitershofen).
Beide Themenkomplexe kommen darin überein, dass sie Fragen
aufwerfen, die Auswirkungen auf das Selbstverständnis Praktischer
Theologie haben, und eine Herausforderung darstellen, Pastoraltheologie
bzw. Praktische Theologie entschiedener noch als kontextuelle Theologie
zu betreiben. Die Fragestellungen berühren sich aber auch
in mehr materialer Hinsicht. Denn das Politische gelebter Religion(en)
hat stets Auswirkungen auf das „Handeln im Vorletzten“ (Thomas
Schlag); und wo die manifesten Konflikte einer religionspluralen
Gesellschaft nicht mit Blick auf „fortgeschrittene Christenmenschen“ (Arnd
Bünker) marginalisiert werden, richtet sich an die Praktische
Theologie die Frage, was sie zur Konflikt- und Friedensfähigkeit
und also zu einer „ars politica“ (Schlag) für „Jedermann“ (Bünker)
beiträgt.
Mit der Umstellung von der Drucklegung zur Internetpublikation
stehen die Beiträge der „Pastoraltheologischen Informationen“ in
Zukunft auf unserer Website http://www.pthi.de als frei downloadbare
PDF-Dateien zur Verfügung. Die jeweils neueste Ausgabe ist
unter http://www.pthi.de/hefte/aktuell.htm zu finden.
Die Internetrecherche im World Wide Web wird – so hoffen
wir – viele Interessierte zu den „Pastoraltheologischen
Informationen“ führen; und die Veröffentlichungen
unserer Zeitschrift können nun auch im Rahmen der Lehre leichter
eingesetzt werden – z. B. indem auf genutzten digitalen Lernplattformen
Links zu Beiträgen gesetzt werden.
Darüber hinaus sind Links zur Website http://www.pthi.de
jederzeit willkommen. Wir würden uns freuen, wenn praktisch-theologische
bzw. pastoraltheologische Einrichtungen oder auch Personen, die über
eine eigene Homepage verfügen, einen Link zu den „Pastoraltheologischen
Informationen“ setzten. Darüber hinaus können die
Autorinnen und Autoren unserer Zeitschrift natürlich auch
in ihren digitalen Publikationsverzeichnissen einen Link zu ihrem
Beitrag setzen.
Über das Erscheinen einer neuen Ausgabe der „Pastoraltheologischen
Informationen“ wird von nun an jeweils dieser Newsletter
informieren. [R. Feiter, Münster]
Hochschulpastoral sekundär? Kritik am Trierer Plan „Finanzieren
und Investieren“
Unter der Überschrift „Finanzieren und Investieren“ hat
der Generalvikar des Bistums Trier einen „verbindlichen Entwurf
zur Kostensenkung“ vorgelegt und zur Diskussion gestellt.
Für den Vorstand der Konferenz reagiert ihr Vorsitzender,
Prof. Dr. Richard Hartmann, mit einem Offenen Brief.
Offener
Brief als PDF-Dokument zum Download...
Emeritierung von Prof. Dr. Heribert Wahl
Heribert Wahl, Ordinarius für Pastoraltheologie an der Theologischen
Fakultät Trier wird zum 31.09.2010 emeritiert. Er lehrt dort
von 1997 bis September 2010. Anlässlich seiner Emeritierung
hielt Prof. Karl Bopp am 21.06.2010 einen Festvortrag zum Thema „’Missionarisch
Kirche sein’ angesichts fremder Religionen und Kulturen.“ Dazu
hatte die Theologische Fakultät Trier eingeladen.
Lehren und Forschen von Heribert Wahl stellt die Menschen in den Mittelpunkt.
Wahl geht der Frage nach, wie Menschen aus dem Glauben heraus dabei unterstützt
werden können, heilsame Beziehungen zu finden und zu leben. Sein praktisch-theologischer
Zugang zu den Menschen ist
- psychologisch, denn als Psychologe und Psychoanalytiker gewinnt er maßgebliche
Anregungen seiner praktischen Theologie aus der psychoanalytischen Selbstpsychologie.
- pastoral, denn Heribert Wahl verknüpft diese Anregungen so mit dem Grundimpuls
des Evangeliums, dass er daraus für die ganze Breite pastoralen Handelns
Wahrnehmungshilfe, Kriterien und Optionen gewinnt.
- diakonisch, denn seinem pastoralen Kernanliegen – der Stärkung
einer „SelbstObjekt-Praxis“ im Geiste Jesu – wohnt ein diakonischer
Impetus inne.
Mit diesen Stichworten titeln seine wissenschaftlichen Mitarbeiter die aus
diesem Anlass herausgegebene Festschrift: Psychologisch, pastoral, diakonisch.
Praktische Theologie für die Menschen, hgg. von Gundo Lames, Stefan Nober,
Christoph Morgen, Trier 2010.
Wie fruchtbar die Auseinandersetzung mit Lehren und Forschen von Heribert Wahl
ist, das belegen die zwanzig Beiträge von Weggefährten, Kollegen
und Schülern in dieser Festschrift. Sie greifen unterschiedliche Aspekte
seines vielfältigen Werks auf, reflektieren und vertiefen sie sowie ziehen
lehrreiche Schlussfolgerungen für Praktische Theologie und Pastoral. [G.
Lames, Trier]
Stellungnahme der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen
und Pastoraltheologinnen e. V. zur Besetzung pastoraltheologischer
Lehrstühle
Der Beirat der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und
Pastoraltheologinnen e.V. beklagt, dass in jüngster Vergangenheit
gerade Lehrstühle im Fach Pastoraltheologie vorrangig für die Besetzung
durch Priester ausgeschrieben werden, bzw. dass Frauen und Männer,
die nicht Priester sind, im Verfahrensverlauf trotz gleichwertiger
oder besserer wissenschaftlicher Qualifikation allein aufgrund
ihres Laienstandes benachteiligt sind. Für die Besetzung von Lehrstühlen
muss, so die Konferenz in ihrer Stellungahme, aber wissenschaftliche
Exzellenz – im Sinne der pastoraltheologischen Wissenschaftsauffassung
des II. Vaticanums – das entscheidende Kriterium sein.
Volltext der Stellungnahme
als PDF-Dokument zum Download...
Beirat befasst sich intensiv mit Themen des Missbrauchs und der
sexualisierten Gewalt
Auf seiner Sitzung vom 26.-27. März 2010 hat sich der Beirat
intensiv den Themen des Missbrauchs und der sexualisierten Gewalt
auch und gerade in der Kirche gestellt. Die Pastoraltheologinnen
und -theologen wollen hier ausdrücklich ihre fachliche Kompetenz
einbringen und sich auch selbst noch intensiver den anstehenden
Themen zuwenden.
Etliche Detailfragen bedürfen dabei intensiverer Forschung
und Diskussion, so u.a. die Frage nach Begleitung der traumatisierten
Opfer oder nach pädagogischen Hilfen für die Erziehung
und Begleitung in kirchlicher Jugendarbeit, Schulischer Arbeit,
in der Formation in Orden und Priesterseminaren. Das Verhältnis
von Erotik – Geschlechtlichkeit – Leiblichkeit und
Macht ist genauer zu beleuchten. Die lehramtlichen Positionen der
Sexualmoral müssen dringlich weiterentwickelt werden. Genauso
müssen Fragen von Nähe und Distanz ausdrücklich
diskutiert sowie die Begriffe von Täter und Opfer genauer
bestimmt werden. Theologisch und spirituell ist die Frage zu diskutieren,
was im Falle von sexualisierter Gewalt auch unter der Perspektive
der Vergebung geschehen kann. Beim Vorstand der Konferenz werden
Informationen über entsprechende Forschungsprojekte zusammengetragen,
um sie auch für die Verantwortungsträger und die Handlungsebene
fruchtbar zu machen. [R. Hartmann, Fulda]
Eröffnung der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische
Pastoral
Seit Anfang Januar 2010 hat die Katholische Arbeitsstelle für
missionarische Pastoral (KAMP) in Erfurt ihre Arbeit aufgenommen.
Es ist die erste Einrichtung der Deutschen Bischofskonferenz in
den neuen Bundesländern. Sie ist hervorgegangen aus der Katholischen
Sozialethischen Arbeitsstelle (KSA) in Hamm und der Katholischen
Glaubensinformation (KGI) in Frankfurt/M., die zum Ende des Jahres
2009 geschlossen worden sind.
Ziel dieser Arbeitsstelle ist die wahrnehmende Zuwendung zur modernen Gesellschaft
sowie ein vertieftes Bewusstsein von der eigenen christlichen Botschaft und
Sendung. Die Aufgaben der Referate im Einzelnen sind: 1. Die Bearbeitung von
Grundsatzfragen der missionarischen Pastoral, 2. die Beobachtung und Deutung
von Religion in der Gesellschaft inklusive der Auswertung pastoral relevanter
sozialwissenschaftlicher Analysen, 3. die Befassung mit neureligiösen
Bewegungen und Weltanschauungsfragen und 4. die Koordinierung und Begleitung
der Internetseelsorge und -beratung. Die Arbeitsstelle arbeitet im Schnittfeld
von Wissenschaft und seelsorglicher Praxis und wird vor allem den (Erz-)Bistümern,
den Verbänden, Orden und Bewegungen in der deutschen Kirche sowie den
Gremien der DBK zuarbeiten.
Bei der feierlichen Eröffnung der Arbeitsstelle am 15. Januar 2010 rief
der Erfurter Bischof Dr. Joachim Wanke, der scheidende Vorsitzende der Pastoralkommission
der DBK, dazu auf, allem, was dem Ziel einer „Missionskirche“ diene,
in unseren Diözesen Vorrang einzuräumen. Er bezeichnete es als eine
Grundaufgabe von Kirche und ihrer Pastoral heute, Anknüpfungsmöglichkeiten
für das Evangelium zu erkunden. Dafür sei eine „Verheutigung“ unserer
Gottesverkündigung, eine Verstärkung kirchlich-missionarischer Präsenz
an Diakonie-Orten und eine Vertiefung der theologischen, liturgischen und spirituellen
Kompetenz beim Klerus und beim Gottesvolk nötig.
Kontakt: Dr. Hubertus Schönemann (Leiter der Arbeitsstelle) schoenemann@kamp-erfurt.de;
Dr. Tobias Kläden (Referent für Pastoral und Gesellschaft) klaeden@kamp-erfurt.de;
www.kamp-erfurt.de (im Aufbau). [T. Kläden, Erfurt]
10 Jahre Bischofswort "Zeit zur Aussaat – Missionarisch
Kirche sein"
Im Jahr 2000 hat die Deutsche Bischofskonferenz das Wort "Zeit
zur Aussaat – Missionarisch Kirche sein" veröffentlicht.
Mit ihm reagierte sie auf gesellschaftliche Entwicklungen in Deutschland:
Menschen verschiedener sozialer, religiöser und kultureller
Herkunft leben miteinander und bestimmen das Bild unserer Gesellschaft;
volkskirchliche Strukturen gehen zurück, Glaube und Religion
werden als Privatangelegenheit angesehen. Doch ist der Glaube keine
Privatangelegenheit. Wer seine Kraft erlebt, will ihn auch anderen
empfehlen. Dabei wendet sich die kirchliche Verkündigung an
alle Menschen in vollem Respekt vor ihrer Freiheit. In diesem Sinn
ist Mission ein "Grundwort kirchlichen Lebens" (Karl
Lehmann).
Mit ihrem Wort "Zeit zur Aussaat" beschreiben die Bischöfe,
was es bedeutet, in Deutschland eine missionarische Kirche zu sein.
Das Wort der Deutschen Bischofe hat sehr große Beachtung gefunden und
eine Reihe von Folgeprojekten nach sich gezogen: die Bischofsworte „Offene
Kirche – Brennende Kerzen – Deutende Worte“ (2003) und „Allen
Völkern sein Heil. Die Mission der Weltkirche“ (2004) und „Katechese
in veränderter Zeit“ (2004), die Gründung des "Instituts
für Weltkirche und Mission" in Frankfurt a. M. (2009) und der "Katholischen
Arbeitsstelle für missionarische Pastoral" (KAMP) in Erfurt (2010)
u.a. Zu den Projekten für die Zukunft zählen die Förderung und
Weiterentwicklung von Initiativen zum Katechumenat (die Aufnahme Erwachsener
in die Kirche) und Wiedereintritt, die Stärkung der Bibelpastoral, Katechese
und spirituellen Bildung, der unverzichtbare Beitrag der katholischen Verbände,
kirchlicher Bewegungen und der Caritas bei der Gestaltung der neuen pastoralen
Räume. [O. John, Bonn]
Festakt zum 65. Geburtstag von Prof. Dr. Michael Sievernich
SJ
Prof. Dr. Michael Sievernich SJ hat im Februar 2010 sein 65. Lebensjahr
vollendet. Aus diesem Anlass haben der Dekan der Mainzer Katholisch-Theologischen
Fakultät, Prof. Dr. Thomas Hieke, sowie Prof. Dr. Dr. Mariano
Delgado (Freiburg, Schweiz) und Prof. em. DDr. Dr. h. c. Hans Waldenfels
(Bonn) zu einem Festakt an der Mainzer Universität eingeladen.
Nach den Grußworten des Dekans hielt Prof. Waldenfels vor
zahlreichen Gästen die Festrede mit dem Thema „Dialog
und Mission – ein Widerspruch?“. Anschließend
stellte Prof. Delgado die Festschrift mit 39 Beiträgen von
Kollegen und Freunden des Jubiliars vor (s. Hinweis unter „Publikationen“)
und übergab sie dem Jubilar.
Prof. Dr. Michael Sievernich SJ war 1988-2003 Professor für Pastoraltheologie
an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen und 1996-2000 ebenda
Rektor der Hochschule, seit 2003 ist er Professor für Pastoraltheologie
an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und war 2006-2008 Dekan der
Katholisch-Theologische Fakultät. Er ist langjähriges Mitglied der
Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen
und war von 2005 bis 2009 Mitglied des Beirats der Konferenz. [W. Fritzen,
Mainz]
Weltkirchliche Arbeit heute für morgen – Wissenschaftliche
Studie in Gemeinden deutscher Diözesen
Im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz, der Diözesen
in Deutschland und der katholischen Hilfswerke führte das
Institut für Pastoralpsychologie und Spiritualität an
der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt
am Main die Untersuchung „Weltkirchliche Arbeit heute für
morgen. Wissenschaftliche Studie in Gemeinden deutscher Diözesen“ statt.
Aus dem laufenden Forschungsprozess berichtete Klaus Kießling
bereits im Infodienst 2/2008.
Zentrale Ergebnisse haben Chunhee Cho, Viera Pirker und Klaus Kießling
nun in einer Arbeitshilfe der Deutschen Bischofskonferenz vorgelegt, die am
23. September dieses Jahres erschienen ist. Sie ist im Internet abrufbar: http://www.dbk.de/schriften/data/02012/index.html
Diese Dokumentation wurde im Rahmen eines Studientages der Herbstvollversammlung
der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda präsentiert und diskutiert und
in einem Pressegespräch der Öffentlichkeit vorgestellt. [K. Kießling,
Frankfurt/M.]
Mitgliederversammlung wählt Prof. Dr. Richard Hartmann zum
Vorsitzenden
Die Mitgliederversammlung der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen
und Pastoraltheologinnen e.V. wählte am 8.9.2009 in Leitershofen
Professor Dr. Richard Hartmann, Lehrstuhlinhaber für Pastoraltheologie
und Homiletik an der Theologischen Fakultät Fulda, zum neuen
Vorsitzenden. Prof. Hartmann tritt damit die Nachfolge von Prof.
em. Dr. Udo Schmälzle OFM (Münster) an, der die Konferenz
acht Jahre geleitet hat. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde
Prof. Dr. Manfred Belok (Chur) gewählt, Prof. Dr. Martina
Blasberg-Kuhnke (Osnabrück) ist das weitere Vorstandsmitglied.
Prof. Hartmann betonte nach seiner Wahl, dass es ihm ein besonderes
Anliegen sei, die traditionell intensive Netzwerkarbeit der Konferenz – u.
a. mit Kontakten im ökumenischen Bereich und im internationalen
Kontext – im gesellschaftlichen Interesse weiter zu befruchten.
Nach Innen hin ginge es darum, mehr denn je das Fach Pastoraltheologie
innerhalb der Universitäten zu fördern. Dazu sei ein
enger Austausch zwischen den verschiedenen Lehrstühlen und
Instituten nötig. Gut aufgestellt sei die Fachgesellschaft
in der Verbindung zu den kirchlichen Verbänden und Ausbildungseinrichtungen.
Dennoch wünscht sich Hartmann eine stärkere Zusammenführung
der Kompetenzen, vielleicht sogar in einem eigenen Forschungsinstitut,
das zentrale Projekte begleiten kann.
Der aus dem Bistum Mainz stammende Richard Hartmann ist seit
2002 Lehrstuhlinhaber in Fulda. Im interdisziplinären Feld
beschäftigt er sich mit systemischer Organisationsentwicklung.
Diese Einsichten bringt er in die Fragen der Strukturen und Schwerpunkte
diözesaner und gemeindlicher Pastoral und in die Weiterentwicklung
der Berufsrollen in der Kirche ein. So ist er Berater der Kommission
für Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste der Deutschen
Bischofskonferenz. Von 2004 bis 2008 war Hartmann Rektor der theologischen
Fakultät Fulda, als solcher Mitglied des katholischen Fakultätentages
und der Hochschulrektorenkonferenz. Er ist u. a. Mitglied der Europäischen
Gesellschaft für katholische Theologie. Näheres unter
www.thf-fulda.de [U. Feeser-Lichterfeld, Bonn/R. Hartmann, Fulda]
Hildegard Wustmans übernimmt den Lehrstuhl für Pastoraltheologie
an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz
Mit Beginn des Wintersemesters 2009/2010 hat Professorin Dr.in
Hildegard Wustmans die Nachfolge von Prof. Dr. Peter Hofer am Lehrstuhl
für Pastoraltheologie der Katholisch-Theologischen Privatuniversität
Linz angetreten.
Hildegard Wustmans ist 1963 in Kevelaer geboren, studierte Katholische Theologie
in Würzburg und Sao Paulo, war als Wissenschaftliche Mitarbeiterin sowohl
an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Würzburg
wie auch im Oswald-von-Nell-Breuning-Haus in Herzogenrath tätig und promovierte
2000 in Fundamentaltheologie bei Prof. Elmar Klinger an der Katholisch-Theologischen
Fakultät der Universität Würzburg.
Von 2001-2005 war sie als Abteilungsleiterin und später als Kommissarische
Leiterin des Dezernates Jugend im Bistums Limburg tätig und von 2006-2009
war sie Ordinariatsrätin und Leiterin des Dezernates Kinder, Jugend und
Familie im Bistum Limburg. Ihre Habilitation in Pastoraltheologie reichte sie
2006 bei Prof. Dr. Rainer Bucher an der Karl-Franzens-Universität Graz
ein. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Jugendpastoral und Pastoraltheologie
interkulturell. [H. Wustmans, Linz]
Michael Felder ist Nachfolger von Monika Scheidler am Lehrstuhl
für Pastoraltheologie, Religionspädagogik und Homiletik
an der Universität Fribourg
Der aus Süddeutschland stammende Dr. Michael Felder studierte
Theologie an der Universität Tübingen, an der University
of Malta und am Priesterseminar Rottenburg. 1993 zum Priester geweiht,
schloss er 1995 bis 1997 seine Studien an der Päpstlichen
Universität der Salesianer in Rom mit dem Lizentiat in Theologie
mit Spezialisierung in Jugendpastoral und Katechese ab. 1999 erwarb
er an derselben Universität die Doktorwürde. Anschließend
war er als Pfarrer in der praktischen Seelsorge zunächst im
deutschen Spaichingen und seit 2004 an der Hochschulgemeinde Tübingen
tätig. Gleichzeitig zu seinem Pfarramt betrieb er in Tübingen
pastoraltheologische Forschung im Rahmen eines Habilitationsprojekts.
Er forscht zur Spiritualität im alltäglichen Lebensvollzug
der Moderne und zu Berufsbild und Kompetenzen von Religionslehrern
und Katecheten. Michael Felder übernimmt die deutschsprachige
assoziierte Professur in Pastoraltheologie, Religionspädagogik
und Homiletik an der Seite seines französischsprachigen Kollegen
Prof. François-Xavier Amherdt. [M. Klöckener, S. Hodek,
Fribourg]
Bericht vom Kongress „Christliche Praxis in religionspluraler
Gesellschaft“
Religion im Plural ist keine neue Situation – weder für
die Gesellschaft noch für die Theologie. Neuer ist die Weise
der Wahrnehmung ihrer Präsenz in der Gesellschaft. Die veränderte
Wahrnehmung von Religion wirkt auf ihre gesellschaftliche Situation
zurück. Dieser Prozess findet in einem durch Misstrauen geprägten
Klima statt, in dem Religionen und ihre zunehmende Sichtbarkeit
als Gefährdung und Bedrohung wahrgenommen werden. Religionspluralität
wird daher mit zunehmenden gesellschaftlichen Konflikten verknüpft.
Religionen gelten als potenziell gefährlich und als Quelle
gesellschaftlicher Konflikte.
Auf diese Situation wies Udo Schmälzle (Münster) bei
der Eröffnung des Kongresses der Konferenz deutschsprachiger
Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. hin, der vom 7.-10.
September in Leitershofen bei Augsburg stattfand. Hadwig Müller
(Missionswissenschaftliches Institut, Aachen) und Norbert Mette
(Universität Dortmund) machten zu Kongressbeginn aus religionssoziologischer
und religionspädagogischer Sicht Vorschläge zum Begreifen
und Verstehen der religiösen Gegenwartssituation. Deutlich
wurde, dass die christliche Theologie und die christliche Praxis
in veränderter Weise herausgefordert sind. Ursula Boos-Nünning
(Universität Duisburg-Essen) steuerte zu diesen ersten Wahrnehmungen
der religionspluralen Situation Perspektiven aus ihrem Forschungsbereich,
der interkulturellen Pädagogik und Migrationsforschung bei.
Erol Pürlü (Verein Islamischer Kulturzentren, Köln)
ergänzte ihre Beobachtungen aus der Perspektive eines muslimischen
Religionsvertreters in Deutschland.
Bei aller Unterschiedlichkeit der Blickrichtungen und Perspektiven
gab es eine zentrale gemeinsame Beobachtung der Kongressteilnehmerinnen
und -teilnehmer: Konflikte mit Religion entstehen nicht primär
zwischen den Religionen selbst. Vielmehr entzünden sie sich
vor allem zwischen religiösen Menschen und solchen, die sich
selbst nicht als religiös beschreiben würden. Umgekehrt
heißt dies, dass nur unsichtbare und privatisierte Religion
von einer Mehrheit der Gesellschaft als friedlich angesehen (oder übersehen)
wird. Damit können sich Religionen aus ihrem Selbstverständnis
heraus nicht zufrieden geben. Umso mehr besteht die Herausforderung,
Sichtbarkeit und Öffentlichkeit von Religion gegenüber
einer tendenziell religionsskeptischen Bevölkerung zu vertreten
und dabei die Fähigkeit zur Beherrschung ihres Konfliktpotenzials
praktisch unter Beweis zu stellen.
Aus systematisch-theologischer Perspektive zeigten Michael Bongardt
(Freie Universtität Berlin) und Knut Wenzel (Universität
Frankfurt) Leitlinien und theologische Vergewisserungen auf, die
zu einer vom theologischen Selbstverständnis her angemessenen
christlichen Praxis in einer religionspluralen Situation führen
können. Reinhard Feiter (Universität Münster) griff
diesen Faden aus praktisch-theologischer Perspektive auf und skizzierte
Modelle christlicher Praxis als verschiedene Formen „antwortenden
Handelns“. Deren kriteriologische Mitte rekonstruierte er
aus der Struktur der Christusbegegnung bzw. des Glaubens überhaupt.
Schließlich zeigten Beispiele religionsplural sensibler
christlicher Praxis eindrücklich die Fähigkeit zu einer
friedensfähigen Zusammenarbeit verschieden-religiöser
und nicht-religiöser Menschen. Dabei bildete sich die Erfahrung
ab, dass sich die „gelebten Religionen“ in einem hohen
Maße toleranz- und pluralitätsfähig erweisen – nach
innen wie nach außen. Um so mehr wird es zur großen
Herausforderung für die praktische Theologie, Hilfen für
die Vermittlung zwischen Religionen untereinander und vor allem
zwischen Religionen und nicht-religiösen Menschen und Gruppen
bereit zu stellen. Arnd Bünker (Schweizerisches Pastoralsoziologisches
Institut, St. Gallen) analysierte die Beiträge des Kongresses
und den Verlauf der Diskussionen noch einmal unter der Frage nach
der Konfliktivität der religionspluralen gesellschaftlichen
Situation und benannte Konsequenzen für die Pastoraltheologie.
In seinem Schlussvortrag stellte Rev. Dr. Elias D. Mallon (Franciscans
International, New York) aus der Perspektive eines bei der UNO
engagierten christlichen Religionsvertreters das Feld der Religionspluralität
in einen globalen politischen Zusammenhang. Dieser Beitrag verlangt
von der praktischen Theologie nicht zuletzt auch eine Auseinandersetzung
mit der weltweit wirksamen religionspluralen Situation und vor
allem mit der Frage nach der in diesem noch kaum praktisch-theologisch
erkundeten Bereich anstehenden christlichen Praxis. Die Situation
der Religionspluralität lässt sich nicht mehr allein
im überschaubaren Horizont der Gemeinde oder der Kategorialseelsorge,
auch nicht im begrenzten Horizont gesellschaftlich orientierter
christlicher Verantwortung, angemessen bearbeiten. Vielmehr muss
praktische Theologie zugleich die globale Dimension bzw. die globalen
Interdependenzen heutiger Religionspluralität im Blick haben.
[A. Bünker, St. Gallen]
Predigt und religiöse Pluralität
Die Göttinger Predigten im Internet (http://www.predigten.uni-goettingen.de/ und http://www.theologie-online.uni-goettingen.de/)
sind ein kostenloser Internetdienst, der ausgearbeitete Predigten
für jeden Sonntag im evangelischen Kirchenjahr und alle weiteren
kirchlichen Festtage und -anlässe sowie für besondere
Gelegenheiten zur Verfügung stellt. Das Angebot besteht seit
Ende 1997. Theologie-Online stellt Beiträge zu aus allen theologischen
Disziplinen zur Verfügung.
Die Göttinger Online-Predigten werden aus über 120
Ländern der Erde abgerufen. Sie bieten Predigten in fünf
Sprachen. Die Zahl der einzelnen Zugriffe auf die Seiten beläuft
sich auf ca, 500.000 pro Monat. Die Autoren und Autorinnen sind
native speaker. Die Predigten werden in der Regel als Anstoß und
Informationsquelle für die jeweilige eigene Predigtarbeit
genommen über Landes- und Sprachgrenzen hinweg.
Die Aufforderung zur Mitarbeit erfolgt durch ein Herausgebergremium,
das von vier Theologen (Ulrich Nembach, Johannes Neukirch, Christoph
Dinkel, Isolde Karle) gebildet wird. Die Autoren sind Gemeindepfarrer,
Mitarbeiter verschiedener kirchlicher Einrichtungen (darunter Bischöfin
Margot Käßmann sowie Hochschullehrer der Theologie (darunter
Oswald Bayer, Eberhard Busch, Wilfried Härle, Wolfgang Huber,
Joachim Ringleben und Reinhard Schmidt-Rost).
Der Wunsch nach mehr religiöser Pluralität zeigt sich
auch in den Rückmeldungen zu den Göttinger Predigten
im Internet. Die Autoren sind evangelische wie katholische Pfarrer
und Hochschullehrer. Inzwischen kam die Anregung von katholischer
Seite, doch ebenfalls Predigten katholischer Kollegen zu Texten
gemäß des katholischen Jahreskreises einzustellen und
nicht nur zu Texten gemäß der evangelischen Perikopenordnung
zu erbitten.
Diesen Wunsch aufzugreifen, wird zur Zeit diskutiert. Was meinen
Sie dazu? Wären Sie bereit, mitzuarbeiten? Ich freue mich
auf Ihre Reaktionen und danke schon jetzt herzlich: ulrich.nembach@theologie.uni-goettingen.de
[U. Nembach, Göttingen]
DFG bewilligt wissenschaftliches Netzwerk für Nachwuchswissenschaftler/innen
Ende letzten Jahres haben wir hier im Newsletter über die
Mittelbau-Initiative zur Gründung eines wissenschaftlichen
Netzwerks zum Thema "Praktische Theologie in der Spätmoderne" berichtet.
Inzwischen bewilligte die Deutsche Forschungsgemeinschaft die hierfür
nötigen Mittel. Damit bietet sich 15 jungen Pastoraltheologinnen
und -theologen aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und
den Niederlanden über drei Jahre die Möglichkeit zur
Vernetzung und zum wissenschaftlichen Austausch über diese
Thematik. Antragsteller und Projektleiter sind Dr. Tobias Kläden
(Münster), PD Dr. Stefan Gärtner (Münster/Tilburg)
und Dr. Ulrich Feeser-Lichterfeld (Bonn). Die Arbeit startet im
November mit einem ersten Workshop. [U. Feeser-Lichterfeld, Bonn]
Klaus-Hemmerle-Website
Die Nutzung neuer Medien zur wissenschaftlichen Erschließung
und Präsentation eines Lebenswerks bietet gerade in den Geisteswissenschaften
ein großes Potenzial. Diese Erkenntnis steht im Zentrum des
Forschungsprojekts zur multimedialen Erschließung des Lebenswerks
Klaus Hemmerles (1929-1994) am Seminar für Pastoraltheologie
der Katholisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen
Wilhelms-Universität. Im persönlichen und wissenschaftlichen
Nachlass Klaus Hemmerles, eines Theologen aus der religionsphilosophischen
Schule Bernhard Weltes, des langjährigen Mitarbeiters des
Zentralkomitees der deutschen Katholiken und des späteren
Bischofs von Aachen, spiegeln sich vielfältige Entwicklungen,
Streitfragen und Positionsbestimmungen des deutschen Katholizismus
in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wieder. Am Seminar
für Pastoraltheologie wurde in Zusammenarbeit mit dem Klaus-Hemmerle-Werk
e.V. und dem Bistum Aachen unter der Internetadresse www.klaus-hemmerle.de
eine wissenschaftlich fundierte Website erstellt, die Text-, Ton-
und Bildbeiträge aus dem Nachlass Hemmerles erschließt.
Die Texte, die für Forschungs- und Bildungszwecke im PDF-Format
heruntergeladen werden können, wurden für die Internetpublikation
neu editiert und verfügen über Editorische Notizen, die
die Veröffentlichungshistorie darlegen. Darüberhinaus
können Vorträge im MP3-Format angehört und heruntergeladen
werden. Die Dokumente, die die Website präsentiert, sind nicht
nur als historische Zeugnisse von Bedeutung, sondern erschließen
auch ein originelles theologisches Werk für die weitere Forschung
und geben Impulse für die praktisch-theologische Reflexion
gegenwärtiger kirchlicher Praxis. [R. Feiter, Münster]
Zeitschrift Lebendige Seelsorge: Postmoderne und Professionalität“(3/2009)
Es ist modern geworden, von der Postmoderne zu sprechen. So omnipräsent
die Rede von ihr ist, so unklar ist jedoch auch, was sie eigentlich
meint. Grund genug, ihr auf den Grund zu gehen. Die aktuelle Ausgabe
der „Lebendigen Seelsorge“nimmt die Phänomene
in den Blick, die sich hinter diesem großen Wort verbergen
und fragt nach den theologischen und praktischen Konsequenzen.
Im thematischen Teil steht die postmoderne Theorie zur Debatte.
Das Streitgespräch geht u.a. den Fragen nach, welche Denk-
und Deutungsmuster die Postmoderne einführt und welche Stellung
Theologie und Kirche im (post)modernen Gefüge einnehmen. Der
zweite Teil des Heftes dreht sich um die „postmoderne Praxis“,
konkretisiert im Blick verschiedener AusbildungsleiterInnen künftiger
SeelsorgerInnen. Was sollen junge Menschen lernen, um angesichts
der Relativierung des Subjekts, des Endes der großen Fragen
und der Dauerreflexion von Sinn- und Wertvorgaben glaubwürdige
MitarbeiterInnen der Kirche zu sein? Dabei geht es bewusst nicht
um binnenkirchliche Herausforderungen und effizienzbasierte Reaktionsstrategien.
Es geht um die Frage, wie Kirche gerade durch den pastoral-professionellen
Nachwuchs sprachfähig bleiben kann.
Eine Inhaltsübersicht finden Sie im Internet unter www.lebendige-seelsorge.de [A.
Schilling, Würzburg]
Aufhebung der Exkommunikation von Bischöfen der Pius-Bruderschaft
Bei ihrem regulären Arbeitstreffen am 10. Februar 2009 in
Zürich haben sich die Mitglieder der „Arbeitsgemeinschaft
Praktische Theologie Schweiz“über das weltweite Unverständnis
und Entsetzen ausgetauscht, das die Aufhebung der Exkommunikation
von vier Bischöfen der Pius-Bruderschaft ausgelöst hat –sowohl
unter den Mitgliedern unserer Römisch-Katholischen Kirche
als auch bei den anderen christlichen Kirchen, darüber hinaus
vor allem bei unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern jüdischen
Glaubens, nicht zuletzt auch in der breiten Öffentlichkeit
der Schweiz. Dies veranlasste die Arbeitsgemeinschaft der in der
Schweiz tätigen Praktischen Theologinnen und Theologen zu
der unter http://www.unifr.ch/pastoral/de/pdf/ErklaerungAGPraktischeTheologieSchweiz.pdf abrufbaren
Stellungnahme.
Der Vorstand der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen
und Pastoraltheologinnen e.V. hat sich dieser Erklärung der
in der Schweiz tätigen Kolleginnen und Kollegen ausdrücklich
angeschlossen. Ebenso wie viele andere Mitglieder der Konferenz
haben die Vorstandsmitglieder u.a. in Erklärungen der Fakultäten
Stellung bezogen. Mit der Kollegin Demel und den Kollegen Porzelt
und Schöttler aus der Praktischen Sektion, die der Bischof
von Regensburg unter Androhung von Sanktionen zum Widerruf aufgefordert
hat, steht der Vorsitzende direkt in Verbindung. Von weiteren Solidaritätserklärungen
wurde seitens des Vorstandes unserer Konferenz, wie auch der ReligionspädagogInnen,
auf Wunsch der Regensburger Abstand genommen. Das bevorstehende
Beiratstreffen wird Gelegenheit bieten, die weiteren Entwicklungen
in dieser Angelegenheit zu bewerten. [U. Schmälzle, Münster
/ M. Blasberg-Kuhnke, Osnabrück / M. Belok, Chur]
DFG-Antrag auf Förderung eines Mittelbau-Netzwerks
Mitte Oktober konnte bei der DFG ein Antrag zur Gründung eines wissenschaftlichen Netzwerkes für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler eingereicht werden. Ein Antrag für eine solche Förderungsform ist unseres Wissens der erste, der im Bereich der Pastoraltheologie gestellt wird, und hat von daher Pioniercharakter. Der Antragstellung vorangegangen ist ein Themenfindungsprozess in der Statusgruppe „Mittelbau“ der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen, innerhalb dessen mehrere Themen generiert und einem Abstimmungsverfahren unterzogen wurden. Das Thema „Praktische Theologie in der Spätmoderne – Zur aktuellen und prospektiven Topografie einer Disziplin in wissenschaftsgeschichtlicher Perspektive“ konnte dabei die Mehrheit der Stimmen auf sich vereinigen.
Ausgehend davon, dass es der Praktischen Theologie innerhalb des theologischen Fächerkanons in besonderer Weise um den Gegenwartsbezug des christlichen Glaubens geht, ergibt sich die Frage, ob sich diese Disziplin der religiösen Situation der Spätmoderne ausreichend stellt. Junge Praktische Theologinnen und Theologen wollen sich mit dieser Frage selbstreflexiv auseinandersetzen, sie aber auch an ihre (älteren) Fachkolleginnen und -kollegen stellen. Die Arbeit im Netzwerk soll dabei in einem Dreischritt erfolgen: Zunächst soll eine Matrix aus Kriterien erarbeitet werden, die eine Charakterisierung des praktisch-theologischen Diskurses unter den Bedingungen der Spätmoderne erlaubt. Mit dieser Matrix soll in einem zweiten Schritt der eigene Beitrag zur Praktischen Theologie selbstkritisch und im Dialog mit anderen Nachwuchswissenschaftlern befragt werden. Dieser Selbstvergewisserung folgt in einem dritten Schritt die paradigmatische Analyse der Arbeit prominenter Praktischer Theologinnen und Theologen. Die Frage ist jeweils, ob mit der genannten Matrix spätmoderne Züge identifiziert werden können. Die Auswahl und Profilierung der Matrixkriterien sowie die Portraits der ausgewählten Wissenschaftler sollen in einem Sammelband dokumentiert werden.
Als Antragsteller für diese auf drei Jahre angelegte Netzwerk-Initiative treten gegenüber der DFG Tobias Kläden (Münster), Stefan Gärtner (Münster/Tilburg) und Ulrich Feeser-Lichterfeld (Bonn) auf. Ihrer Antragsskizze haben sich zwölf weitere Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden als Netzwerkmitglieder angeschlossen, mehrere Mittelbau-Mitglieder stehen als „Nachrücker“ auf einer Warteliste bereit. Diese unerwartet große Resonanz genauso wie die bereits im Vorfeld der Antragstellung in Gang gesetzte Vernetzung der pastoraltheologischen Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler darf als erster wichtiger Ertrag des angestoßenen Prozesses gelten. Umso größer ist jetzt die Hoffnung auf eine positive Begutachtung des Vorhabens, damit der im pastoraltheologischen Mittelbau explizit geäußerte Wunsch nach einer engeren inhaltlichen Zusammenarbeit auch in die Tat umgesetzt werden kann. [T. Kläden, Münster / S. Gärtner, Tilburg / U. Feeser-Lichterfeld, Bonn]
Jugendpastoral am Puls der Zeit
Auf Einladung der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen beschäftigten sich fast 130 Personen aus Wissenschaft und Praxis in Benediktbeuern mit der Frage, wie eine zeitgemäße Jugendpastoral aussehen könnte. Das Symposium war hochkarätig besetzt mit namhaften Jugendforschern. So stellte Dr. Marc Calmbach die neue Sinusstudie U27 „Wie ticken Jugendliche“ vor und verwies auf Möglichkeiten, wie kirchliche Jugendarbeit aus einer Milieuverengung herauskommen könnte. In eine ähnliche Richtung verwies Dr. Matthias Sellmann mit seiner These, dass gerade in der Jugendpastoral der „iconic turn“ mit vollzogen werden muss – nämlich die Tatsache, dass Jugendliche (und nicht nur sie) heute die Welt vor allem über Bilder und weniger über Worte wahrnehmen.
Dr. Regina Polak betonte – ausgehend von der österreichischen Jugendwertestudie – die „prophetische Kraft der Jugend“ (Ottmar Fuchs) und sah in der Frage nach der Gerechtigkeit einen wichtigen Ansatz. Schließlich waren es Dr. Martin Lechner und Dr. Hans Hobelsberger, die jugendpastorale Ansätze analysierten und zukunftsorientierte Optionen formulierten.
Geprägt wurde das Symposium durch die vielen PraktikerInnen: MitarbeiterInnen jugendpastoraler Stellen vieler Diözesen und Länder. Gerade der Austausch in den Workshops und in den Zwischengesprächen zeigte den großen Bedarf der Praxis an einer fundierten theologischen Begleitung. Diese zu leisten, war der Wunsch an die wissenschaftliche Pastoraltheologie, die es im Gefolge des Symposiums einzuholen gilt. [J. Pock, Bonn]
PosT - Netzwerk der mittel- und osteuropäischen Pastoraltheologinnen und Pastoraltheologen
Von 18. bis 21.9.2008 fand in Celje (Slowenien) das Symposium „Ist die Kirche planbar? Alte Frage – dauernde Ansprüche“ statt, an dem 24 Kolleginnen und Kollegen aus 9 mittel- und osteuropäischen Ländern teilnahmen. Mit drei neuen in Celje aufgenommenen KollegInnen zählt das Netzwerk derzeit 54 Mitglieder aus 11 Ländern. Das nächste Symposium wird von 17.-20.9.2009 in Opole (Polen) veranstaltet und widmet sich einem Thema aus dem Bereich Sakramentenpastoral. Das Symposium in Celje wird in einem Sammelband dokumentiert, weitere Informationen zu den Symposien, zum Netzwerk und seinen Mitgliedern finden Sie unter http://www.postnetzwerk.net/ [P. Slouk, Wien]
Ausschreibung der Paul-Nordhues-Caritaspreisstiftung
Der Beirat der „Paul-Nordhues-Caritaspreisstiftung“ schreibt für den Zeitraum 2007-2010 folgendes Thema zur wissenschaftlichen Bearbeitung aus: „’Deus caritas est’ – Die Caritas-Enzyklika Papst Benedikt XVI. als Orientierung und Herausforderung für die pastorale Praxis“.
Die Arbeiten, die für diesen Zweck angefertigt werden müssen, sollten mindestens 100 Seiten Umfang haben und sind ohne Namensnennung, mit einem Kennwort versehen, in drei Exemplaren bis zum 30. April 2010 einzusenden an die Theologische Fakultät Paderborn, Paul-Nordhues-Caritaspreisstiftung, Kamp 6, D-33098 Paderborn.
Name und Anschrift des Autors / der Autorin müssen in einem verschlossenen Umschlag beiliegen. Das gewählte Kennwort der Arbeit ist auf dem Umschlag zu notieren.
Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert.
Eventuelle Rückfragen sind zu richten an Prof. Dr. Herbert Haslinger, Kamp 6, D-33098 Paderborn. [H. Haslinger, Paderborn]
Kongressrückblick: „Plurale Wirklichkeit Gemeinde” im Dialog von Praxis und Theorie
Rund 110 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Slowenien und den Niederlanden fanden sich vom 17. bis 20. September 2007 in der Katholischen Akademie Schwerte zum Kongress „Plurale Wirklichkeit Gemeinde“ ein. Diese Resonanz zeigt, wie richtig die Veranstalter, die Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V., Bedeutung und Aktualität der Thematik eingeschätzt hatten. Das Tagungsprogramm versuchte, das Gespräch zwischen Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher gemeindetheologischer Optionen, vor allem aber zwischen „Praktikern“ und „Theoretikern“ zu ermöglichen. Diesem Ziel dienten Berichte aus Diözesen, Gemeinden und Verbänden zu aktuellen Planungen und Entwicklungen, Workshops zu einzelnen Modellen gemeindlicher Entwicklung und nicht zuletzt Vorträge, die den gegenwärtigen (pastoral-)theologischen Diskurs darstellen, aber auch befördern sollten. Das Heft 2008-1 der „Pastoraltheologischen Informationen“ wird die Vorträge des Kongresses dokumentieren. Eine Reihe informativer „Blitzlichter“ zum Kongress „Plurale Wirklichkeit Gemeinde“, verfasst von Dr. Walter Krieger, finden sich auf www.pastoral.at in der Rubrik „Aktuell“. [U. Feeser-Lichterfeld, Aachen].
www.pthi.de – Der neugestaltete Internetauftritt der „Pastoraltheologischen Informationen“
Unter http://www.pthi.de stellen sich die „Pastoraltheologischen Informationen“ seit Kurzem allen Interessierten in einem neuen Layout und mit erweiterten Funktionen im Internet vor. Vielleicht besuchen Sie einmal diesen neuen Internetauftritt.
Die Zahl der Bestellungen von Einzelheften zeigt, dass es weit über die Mitglieder der evangelischen und katholischen pastoraltheologischen Fachschaft hinaus ein Interesse an den „Pastoraltheologischen Informationen“ gibt. Der neue Webauftritt kommt diesem Interesse entgegen und erleichtert die Möglichkeit, Einzelhefte zu bestellen oder die Zeitschrift zu abonnieren.
Sie können das Bemühen, den Kreis der Leserinnen und Leser sowie der Abonnenten der „Pastoraltheologischen Informationen“ zu erweitern, unterstützen, indem Sie die Website unserer Zeitschrift mit von Ihnen unterhaltenen Seiten im Internet verlinken.
In Zeiten ökumenischer Rückschritte sind die „Pastoraltheologischen Informationen“ als ökumenische praktisch-theologische Fachzeitschrift ein Forum, das Ihre Unterstützung lohnt. [R. Feiter, Münster].
Bonifatius-Sonderpreis für Erfurter Weihnachtsmarktprojekt
Das Projekt „Folge dem Stern!“ wurde im Vorjahr vom Lehrstuhl für Pastoraltheologie (Prof. Dr. Maria Widl) gemeinsam mit dem Institut für Evangelische Theologie/ Religionspädagogik (Prof. Dr. Andrea Schulte) ins Leben gerufen. Das Bonifatiuswerk ehrte die Initiative nun mit einem Sonderpreis im Rahmen der Verleihung des „Bonifatius-Preises für missionarisches Handeln in Deutschland 2008“. Das Projekt wurde ausgezeichnet, weil im „säkularen Umfeld des Erfurter Weihnachtsmarktes der eigentliche Sinn der christlichen Symbolik und damit die froh machende Botschaft von der Mensch- und Kindwerdung Gottes erneut zugänglich gemacht und zeitgemäß interpretiert“ wurde. Dabei sei es nicht nur darum gegangen, allgemein abendländisches Kulturgut neu in das Bewusstsein der Menschen in den neuen Bundesländern zu heben, sondern den ursprünglichen Sinn des adventlichen Brauchtums zu erschließen und „vom Ballast der alles überlagernden vorweihnachtlichen Konsumma-schinerie zu befreien“, teilte das Bonifatiuswerk mit. Der mit 700 Euro dotierte Preis wurde am 9. November in Berlin überreicht. Das Projekt wird in diesem Jahr fortgesetzt mit dem Ziel, es der Ortskirche zu übergeben. [M. Widl, Erfurt]
Antrittsvorlesungen an der Universität Münster
In diesem Jahr fanden an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster zwei Habilitationen statt, die von Prof. Dr. Udo Schmälzle betreut wurden: Stefan Gärtner (Zeit, Macht und Sprache. Pastoraltheologische Studien zu drei Grunddimensionen von Seelsorge) und Markus Tomberg (Religionsdidaktik als Theorie gläubigen Handelns. Überlegungen zur kommunikativen Bestimmung der Gottesrede im Religionsunterricht).
Beide halten im kommenden Januar ihre Antrittsvorlesungen als Privatdozent an der Münsteraner Fakultät. Markus Tomberg wird am 9. Januar über "Advokatorisches Handeln. Eine didaktische Perspektive auf gläubige Praxis" sprechen, Stefan Gärtner am 23. Januar über "Praktische Theologie als Pastoraltheologie? Wissenschaftstheoretische Erwägungen zu einer (un-) zeitgemäßen Option".
Die Antrittsvorlesungen finden jeweils um 12 Uhr ct im Hörsaal KThS I, Johannisstr. 8-10, 48143 Münster statt. [T. Kläden, Münster]
Friedenspreis für Franziskanerbischof
Die katholische Menschenrechts-und Friedensbewegung "Pax Christi International" hat ihren diesjährigen Friedenspreis dem brasilianischen Franziskanerbischof Luiz Flavio Cappio zuerkannt, der wegen seines konsequenten Kampfes gegen ein umstrittenes Flußumleitungsprojekt weltweit bekannt geworden ist. Die Entscheidung wurde in der Kirche sowie bei den Sozialbewegungen Brasiliens mit großer Freude aufgenommen. Wie Pax Christi International in Brüssel mitteilte, soll der Friedenspreis dem Bischof in Brasilien überreicht werden.
Vor wenigen Wochen hat ein ARD Film-Team die Arbeit der CPT und Dom Luiz Cappio in verschiedenen Städten entlang des Rio São Francisco (u.a. Bom Jesus da Lapa, Barra, Juazeiro) begleitet. Das Ergebnis ist ein halbstündiger Dokumentarfilm, der am So. den 31.08. im Ersten gesendet wird. Vgl. http://www.daserste.de/gottunddiewelt/beitrag_dyn~uid,smqvpc7qkt70aat8~cm.asp [U. Schmälzle, Münster].
Abschiedsvorlesungen von Prof. Udo Schmälzle und Prof. Leo Karrer
Am 09. Mai 2008 hielt der Vorsitzende der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V., Professor Dr. Udo Schmälzle, seine Abschiedsvorlesung an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster, an der er von 1987 bis 2008 Professor für Pastoraltheologie und Religionspädagogik war. Udo Schmälzle hat im März 2008 das 65. Lebensjahr erreicht und ist zum Ende des Wintersemesters 2007/08 emeritiert worden.
Im voll besetzten Hörsaal F1 setzte er sich in seinem Vortrag zum Thema „Ich hasse Dich Gott, auch wenn es Dich nicht gibt!“ mit atheistischen Stimmen der Gegenwart und ihrer Herausforderung für die praktische Theologie auseinander. Zuvor wurde er geehrt in Grußworten der Rektorin der Universität und des Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät, die ihm nicht zuletzt für sein vielfältiges universitäres Engagement als Senatvorsitzender und Vorsitzender von Rektor- und Kanzlerfindungskommissionen dankten. Die stellvertretende Konferenzvorsitzende, Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke, würdigte seine Verdienste als Vorsitzender der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V., der er seit 2001 ist. Nach der Abschiedsvorlesung wurde Udo Schmälzle die ihm gewidmete Festschrift "Kommunikation des Evangeliums" überreicht, die in der Reihe "Theologie und Praxis" im LIT-Verlag, Münster, erschienen ist. In dieser
vieldimensional angelegten Festschrift nehmen Schüler/innen, Kolleg/innen und Freunde Themen auf, die Udo Schmälzle ein Leben lang beschäftigt haben, und markieren damit auch eine Richtungsanzeige für die Pastoraltheologie im 21. Jh. [T. Kläden, Münster]
Prof. Leo Karrer hielt am 15. Mai 2008 vor etwa 250 Zuhörer/inne/n seine Abschiedsvorlesung mit dem Titel „Auch im Winter wächst das Brot. Die Kirche zwischen Vergangenheit und Zukunft“. Die Laudatio hielt Prof. Manfred Belok, Präsident der AG Praktische Theologie Schweiz und Professor für Pastoraltheologie der Theologischen Hochschule Chur. Grußworte übermittelten Prof. Guido Vergauwen, Rektor der Universität, Prof. Max Küchler, Dekan der theologischen Fakultät, Weihbischof Paul Vollmar (Diözese Chur) und Prof. Udo Schmälzle, Vorsitzender der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheolog/inn/en. Bischof Bernard Genoud (Diözese Lausanne, Genf und Freiburg) ließ sich aus Termingründen entschuldigen.
Prof. Leo Karrer war von 1982-2008 ordentlicher Professor für Pastoraltheologie an der Universität Freiburg im Ü. Von 1996-1998 war er Dekan der theologischen Fakultät. Von 1993-2001 war er Vorsitzender der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen und von 2001-2004 Präsident der Europäischen Gesellschaft für Katholische Theologie.
Abschiedsvorlesung und Laudatio sind unter http://www.unifr.ch/pastoral/de verfügbar. [S. Hodek, Freiburg i.Ü.].
Wissenschaftspreise des Deutschen Caritasverbandes
Der Deutsche Caritasverband vergibt alle zwei Jahre zwei Wissenschaftspreise. In diesem Jahr werden die Preise im Oktober 2008 verliehen. Die Eingabefrist endet am 30. April 2008.
Mit dem Lorenz-Werthmann-Preis werden Dissertationen und Habilitationsschriften sowie Arbeiten mit einem entsprechenden gleichen wissenschaftlichen Niveau ausgezeichnet, die sich mit der Arbeit und Aufgabenstellung der freien Wohlfahrtspflege, der Zusammenarbeit zwischen freier und öffentlicher Wohlfahrtspflege, neuen Ansätzen in der sozialen Arbeit sowie mit caritastheologischen und sozialethischen Themen befassen. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert.
Der Gertrud-Luckner-Preis des Deutschen Caritasverbandes ist zum Gedenken an Gertrud Luckner (1900 - 1995 ). Mit dem Preis würdigt der DCV die hohe Lebensleistung von Dr. Gertrud Luckner. Ausgezeichnet werden mit dem Gertrud-Luckner-Preis Abschlussarbeiten in Diplom-, Magister¬, Bachelor- und Masterstudiengängen an Universitäten und Fachhochschulen bzw. vergleichbare Arbeiten, die sich mit der Arbeit und Aufgabenstellung der freien Wohlfahrtspflege, der Zusammenarbeit zwischen freier und öffentlicher Wohlfahrtspflege, neuen Ansätzen in der Sozialen Arbeit sowie caritastheologischen und sozialethischen Themen befassen. Für den Gertrud-Luckner-Preis können Abschlussarbeiten von Dozenten/-innen bzw. Professoren/-innen an Universitäten und Fachhochschulen vorgeschlagen werden. Eigenbewerbungen sind nicht möglich. Wir bitten Sie ganz herzlich, geeignete Kandidatinnen und Kandidaten sowie Dozenten/-innen sowie Professoren/-innen auf diesen Preis aufmerksam zu machen. Die Einreichung der Arbeiten muss durch die zuständigen Dozenten/in erfolgen. Der Preis ist mit 1000 € dotiert.
Genauere Informationen zu den Preisen finden sich auch unter www.caritas.de. [U. Kostka, Freiburg/Br.]
Stellenausschreibungen an der KTU Linz
Mit Beginn des Wintersemesters 2009/2010 sind an der KTU Linz die Planstellen einer/eines UniversitätsprofessorIn für Pastoraltheologie und einer/eines UniversitätsprofessorIn für Fundamentaltheologie neu zu besetzen. Mehr Informationen zur Stellenausschreibung der KTU Linz finden Sie hier...
Stellenausschreibungen an der Ruhr-Uni
An der Katholisch-Theolgischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum ist u.a. die Juniorprofessur für Pastoraltheologie (W1) zu besetzen. Für nähere Informationen siehe hier [PDF, 33KB]...
Bewerbungsschluss ist der 15.2.08.
Predigtpreis für Professor Zerfaß
Für sein Lebenswerk wurde Professor Rolf Zerfaß (Würzburg) am 21. November 2007 mit dem ökumenischen „Predigtpreis“ des Verlags für die Deutsche Wirtschaft AG (Bonn) geehrt. Der 73-Jährige gilt als einer der profiliertesten Pastoraltheologen und Homiletiker der Gegenwart, der mit seiner Predigtlehre Kirchen übergreifend hohe Anerkennung genießt. Weitere Informationen: www.predigtpreis.de [H. Müller, Aachen].
Beiratstreffen und Mitgliederversammlung in Schwerte
Im Vorfeld des Kongresses traf sich der Beirat der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. in Schwerte. Auf der Tagesordnung stand neben Berichten des Vorsitzenden, Prof. Dr. Udo Schmälzle, und der Vertreterinnen und Vertreter aus den verschiedenen Ländern, Verbänden und Gremien insbesondere die Planung der kommenden Veranstaltungen. Für das kommende Jahr wurde ein Symposion zum Thema „Jugendpastoral“ ins Auge gefasst. Da das Meinungsbild bezüglich des nächsten Kongressthemas nicht eindeutig ausfiel, beschloss der Beirat, die bevorstehende Mitgliederversammlung in dieser Sache zu konsultieren.
Am Abend des 18.9.2007 fanden sich am Rande des Kongressprogramms knapp 60 Mitglieder der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. zu ihrer turnusgemäßen Mitgliederversammlung zusammen. Auch hier stand der Bericht des Vorsitzenden im Mittelpunkt, hinzu kam der Bericht der Kassenführung und der Kassenprüfer. Zu Vertretern im Beirat wählte die Mitgliederversammlung auf Vorschlag der jeweiligen Ländergruppen für Österreich Dr. Johannes Panhofer (Innsbruck) und für die Niederlande Prof. Dr. Jozef Wissink (Tilburg). Die 2005 gewählten Vertreter/innen des Mittelbaus (Dr. Thomas Böhm, Sylvia Hodek, Andrea Qualbrink) wurden für zwei weitere Jahre in ihrem Amt bestätigt. Die zwei vom Beirat vorgeschlagenen Themen „Christliche Praxis angesichts religionspluraler Gesellschaft“ und „Diakonie“ wurden dem Plenum zur Abstimmung gestellt, wobei die Mitgliederversammlung mehrheitlich für „Christliche Praxis angesichts religionspluraler Gesellschaft“ als Thema des nächsten Kongresses votierte. [T. Kläden, Münster/U. Feeser-Lichterfeld, Aachen].
Bericht aus dem Bereich Pastoral des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz
Von den verschiedenen Arbeitsfeldern, mit denen der Bereich Pastoral im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz befasst ist, seien zwei berichtet:
Am 1. Februar 2007 lud die Deutsche Bischofskonferenz zu einem Zukunftsgespräch zwischen Bischöfen und Gemeinschaften des geweihten Lebens nach Würzburg ein. Etwa 25 Bischöfe, darunter auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, und 120 Frauen und Männer aus den Orden und Säkularinstituten in Deutschland, Österreich und der Schweiz nahmen an dem ganztägigen Gespräch teil. Es stand unter dem Thema „Gemeinsam dem Evangelium dienen“ und bildete den Höhepunkt eines intensiven zweijährigen Gesprächsprozesses zwischen Bischöfen und Repräsentanten aus den Orden und Säkularinstituten. Zeitgleich wurde der Text „Gemeinsam dem Evangelium dienen. Die Gemeinschaften des geweihten Lebens in der Kirche“ (Die deutschen Bischöfe Nr. 86) veröffentlicht. Dieser gibt Erfahrungen und Ergebnisse aus den zurückliegenden Gesprächen zwischen Mitgliedern der Bischofskonferenz und Vertretungen aus den Gemeinschaften des geweihten Lebens wieder und zeigt theologische und pastorale Perspektiven für das Miteinander und die Zusammenarbeit von Ortskirche und Orden auf.
Der Studientag „Mehr als Strukturen … Entwicklungen und Perspektiven der pastoralen Neuordnung in den Diözesen“ auf der Frühjahrs-Vollversammlung im April 2007 nahm die früheren Überlegungen des Studienhalbtags der Frühjahrsvollversammlung 2001 „Zukunft der (Pfarr-)Seelsorge. Neue pastorale Strukturen und Konzepte – Kooperative Pastoral“ erneut auf und reflektierte diese unter den veränderten Rahmenbedingungen. Er sollte den Grundauftrag der Kirche in Erinnerung bringen und einer Verkürzung der Wahrnehmung der Kirche auf Strukturfragen entgegenwirken. Die Dokumentation des Studientags ist als Arbeitshilfe Nr. 213 erschienen. Der im Vorfeld vom Bereich Pastoral erstellte Reader „Überblick über die Neuordnung der Pastoral in den deutschen Diözesen“ wird in überarbeiteter Fassung zur Herbst-Vollversammlung 2007 erscheinen. [Anm. der Redaktion: Der Abruf ist inzwischen unter http://www.dbk.de/schriften/data/01434/index.html möglich.]
Die Frühjahrs-Vollversammlung 2007 beauftragte die Pastoralkommission (III) und die Kommission für Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste (IV) den Studientag auszuwerten, die Fragestellungen weiter zu bearbeiten und die Ergebnisse der Vollversammlung bzw. dem Ständigen Rat vorzulegen. [M. Entrich, Bonn].
Neue Forschungsprojekte des Schweizerischen Pastoralsoziologischen Instituts (SPI)
Das Schweizerische Pastoralsoziologische Institut (SPI) startet zur Zeit mit zwei durch den Schweizerischen Nationalfond geförderten Drittmittelprojekten:
Im Mittelpunkt des Projektes „Religion in der Moderne“ steht die Untersuchung der individuellen Religiosität in der Schweiz mittels einer quantitativen und qualitativen Untersuchung. Eine der Schlüsselfragen der modernen Religionssoziologie betrifft die Konstruktionsformen individueller Religiosität, das heißt die Bedingungen für ihr Entstehen im Umfeld moderner Gesellschaften. Die aktuelle Studie schließt an zwei Repräsentativbefragungen zur Religiosität der Schweizer Wohnbevölkerung an und vermag so, den sozialen Wandel in der Schweiz über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahre zu berücksichtigen. Dazu dient eine erneute Repräsentativbefragung ebenso wie eine Anzahl von Tiefeninterviews zur Bedeutung von Religion bei der Konstruktion individueller Identität. Insbesondere durch die Kombination der beiden Methoden sollen neue Einblicke in die individuelle Religiosität möglich werden.
Das zweite Forschungsprojekt untersucht die Beteiligung und Rolle der Religionsgemeinschaften in der Öffentlichkeit am Beispiel der direktdemokratischen Abstimmungen in der Schweiz. Die meisten Religionsgemeinschaften haben aufgrund ihres Selbstverständnisses den Anspruch, in der Öffentlichkeit präsent zu sein und die Gesellschaft mitzugestalten. Für die Schweiz gilt dies vor allem für die großen christlichen Landeskirchen. Angesichts der gesellschaftlichen und religiösen Pluralisierung treten sie heute als ein Akteur unter vielen auf. Immer mehr setzt sich dabei die Einsicht durch, dass der öffentliche Ort der Religionsgemeinschaften in der Zivilgesellschaft liegt. Eine besonders lebendige Form eines zivilgesellschaftlichen Diskurses stellt in der Schweiz die direkte Demokratie dar. Empirische Untersuchungen zur Partizipation der Religionsgemeinschaften an den öffentlichen Debatten fehlen bisher jedoch weitgehend. – Wie bringen Religionsgemeinschaften ihre Überzeugungen in die gesellschaftlichen und politischen Diskussionen ein? Welchen Beitrag leisten sie damit zu öffentlichen Debatten? Das sind die zentralen Fragen der Studie. Sie befasst sich zudem mit den Wirkungen, welche die Religionsgemeinschaften mit ihrem Engagement erzielen und welche Rückwirkungen dies auf ihr eigenes Selbstverständnis hat. Der Untersuchungszeitraum von 30 Jahren soll es ermöglichen, Veränderungen in den Argumentationsinhalten und im Argumentationsstil festzustellen.
Weitere Informationen sind unter www.spi-stgallen.ch zu finden [J. Könemann, St. Gallen].
„Charismen teilen in überschaubaren Räumen“ – Diskussionsbeitrag von Udo Fr. Schmälzle
Unter der Überschrift „Charismen teilen in überschaubaren Räumen - Woran orientieren sich die diözesanen Umstrukturierungsmaßnahmen?“ plädiert Prof Dr. Udo Fr. Schmälzle, Vorsitzender der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V., in einem Beitrag für die April-Ausgabe der "Herder Korrespondenz" für eine Rückgewinnung der theologischen Dignität christlicher Gemeinden und der in ihnen versammelten Charismen - und gibt damit nicht zuletzt den Diskussionen des bevorstehenden Kongresses "Plurale Wirklichkeit Gemeinde" einen engagierten Impuls. Besondere Aktualität erfährt dieser Aufsatz zusätzlich durch den Umstand, dass die Deutsche Bischofskonferenz auf ihrer Frühjahrs-Vollversammlung einen Studientag zum Thema „Mehr als Strukturen … Entwicklungen und Perspektiven der pastoralen Neuordnung in den Diözesen“ abgehalten hat.
Mit freundlicher Genehmigung der „Herder Korrespondenz“ ist der Beitrag hier abrufbar: http://www.pastoraltheologie.de/documents/HK_Schmaelzle.pdf [U.F.-L.]
Glückwünsche für Leo Karrer zum 70. Geburtstag
Am 10. April feierte Professor Dr. Leo Karrer (Universität Freiburg/Schweiz) seinen 70. Geburtstag, zu dem ihm die Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. herzlich gratuliert. Im beeindruckenden Lebenswerk von Leo Karrer fällt auf, wie sehr er sich für eine Professionalisierung von Laientheologinnen und -theologen sowie für den Aufbau entsprechender Arbeitsfelder einsetzt. Hier hat er entscheidende Impulse gegeben. Bereits seit Jahrzehnten prägt Leo Karrer die Pastoraltheologie in der Schweiz, im gesamten deutschsprachigen Raum und weit darüber hinaus. Als langjähriger Vorsitzender der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. und Mitglied des Beirats hat er immer wieder zentrale und nicht selten kontroverse Themen auf Kongressen und Arbeitstagungen aufgegriffen und auf diese Weise das Profil unserer Fachschaft geschärft. [Udo Fr. Schmälzle/Münster]
Gedenken an den 100. Geburtstag von Ferdinand Klostermann
Am 21. März 2007 jährte sich der Geburtstag von Ferdinand Klostermann, Professor für Pastoraltheologie in Linz und Wien und einer der Gründungsväter der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V., zum 100. Mal. Aus diesem Anlass ruft Prof. Wilhelm Zauner/Linz diese herausragende, 1982 verstorbene Persönlichkeit in Erinnerung:
Von den im Lande geborenen österreichischen Theologen ist nur einer nach dem Zweiten Weltkrieg in der ganzen katholischen Welt bekannt geworden: Ferdinand Klostermann, Pastoraltheologe in Wien und Konzilsberater (1907-1982). Das ist unter anderem wohl darauf zurückzuführen, dass sich mit seinem Namen die Leitidee für die Seelsorge nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil verbindet: Die christliche Gemeinde. Priester und Laien, das sind die beiden Brennpunkte der Ellipse Gemeinde, um die das theologische Denken Klostermanns kreiste. Er kannte die ungeheuren Reserven, die für die Kirche erschlossen werden können, wenn den Laien ihre Würde und ihr Auftrag aus Taufe und Firmung bewusst gemacht werden. Er wusste jedoch, dass eine Wiedererweckung des Laien in der Kirche auch eine neue Beschäftigung mit dem Priester verlangt. Seine Literaturliste umfasst 212 Titel, darunter einige theologische Standardwerke mit weit über fünfhundert Seiten.
Klostermann war ein unbequemer Denker, ein unbestechlicher und kritischer Geist. Das Thema, das ihn immer interessierte, war die Kirche. Bei aller Aufgeschlossenheit für Kunst und Kultur, für die Politik und das Weltgeschehen pendelte sich das Gespräch mit ihm doch immer wieder auf dieses Thema ein. Er konnte in einen furchtbaren Zorn geraten, wenn seiner Meinung nach in der Kirche etwas schief ging. „Soeben hat mich der sechste Bischof nach seiner Ernennung um ehrliche Kritik gebeten. Bei den anderen fünf habe ich es je einmal versucht. Sie haben sich nie mehr an mich gewandt“, hat er einmal gesagt.
Mit den Päpsten kam er nie ganz zurecht, am ehesten noch mit Johannes XXIII. Es war für viele schwer zu verstehen, dass die oft harte und auch subjektive Kritik Klostermanns aus einer tiefen Sorge um die Ausrichtung der Kirche am Evangelium kam. Viele waren nicht bereit, seinen Zorn als Charisma anzuerkennen, seine Leidenschaft als Liebe, seine Kritik als Interesse an der Sache. Manche zogen sich von ihm zurück. Er wollte jedoch niemals eine Freundschaft um den Preis des Schweigens über Zustände, die ihm unrecht erschienen, aufrechterhalten.
Sein Herz und seinen tiefen Glauben zeigte Klostermann vor allem in seinen Briefen aus dem Gefängnis. Dorthin hatte ihn im Jahre 1942 die Geheime Staatspolizei auf achteinhalb Monate gebracht. Ein Grund dafür wurde ihm nicht genannt; sein Einfluss auf die Jugend war den Behörden einfach lästig geworden. Er durfte nur seiner Mutter schreiben. Doch diese Briefe wurden mit der Schreibmaschine abgeschrieben und in vielen Durchschlägen unter der Hand verbreitet. Daraus einige Sätze:
„Es gibt für jeden Menschen nur eine einzige Gelegenheit, sich zu bewähren – und das ist das Leben, so wie es an uns herantritt und wie wir darein geworfen werden, nicht so, wie wir es uns vielleicht in idyllischen Nächten erträumt haben. Wir müssen Gottes Erziehungsweisheit in dem sehen, was wir erleben. Ich kann aus diesem Erleben heraus jetzt noch froher als vorher sagen: ‚Ich weiß, wem ich geglaubt habe.’ – Das Geschehen, in dem wir stehen, ist voll Sinn, so schwer es dem einzelnen mitunter sein mag, den Sinnzusammenhängen nachzuspüren. Aber die Brunnen der Tiefe rauschen, auch wenn wir sie nicht hören, und die besten und ergiebigsten von ihnen hört man deshalb nicht, gerade weil sie so tief sind.“
Im Jahre 1970 musste sich Klostermann einer Operation unterziehen, bei der er kaum eine Überlebenschance hatte. Er erzählte später einem Freund: „Ich habe gedacht, dass ich jetzt sterben muss. Ich habe gefühlt, dass ich sinke, tiefer und tiefer. Ich habe an nichts gedacht; nichts aus dem Evangelium oder aus der Theologie ist mir eingefallen, kein Gedanke an Gott und Christus, an ein Gebet oder Sakrament. Ich habe nur gefühlt, dass ich falle – aber nicht ins Bodenlose. Ich war mir ganz sicher: Wenn ich unten bin, werde ich gehalten, bin ich geborgen. – Wenn alle Theologie, die ich studiert und selbst getrieben habe, wenn alle Sakramente, die ich gefeiert, und die ganze Botschaft des Evangeliums, die ich geglaubt habe, dieses eine bewirkt haben, dann hat es sich gelohnt.“ [aus: Rudolf Englert (Hg.), Woran sie glaubten – wofür sie lebten, München 2006, 364]
Tagung der französischsprachigen Internationalen Gesellschaft für Praktische Theologie
Die französischsprachige Internationale Gesellschaft für Praktische Theologie, die "Société Internationale de Théologie Pratique" ( S.I.T.P.), wird ihren VI. Internationalen Kongress in diesem Jahr vom 4. bis 8. Mai 2007 in Versailles zum Thema: »Un ‘christianisme de conversion’ - vers de nouvelles figures d'Église?» durchführen (vgl. www.pastoraltheologie.de/aktuelles/ATT250981.pdf).
Dr. Hadwig Müller (Aachen) umreißt das Programm dieser Tagung, deren Titel auf deutsch vielleicht lauten könnte: "Konversionschristentum - zeichnen sich neue Gestalten von Kirche ab?", folgendermaßen: Religionssoziologische Forschungen wie die von Danièle Hervieu-Léger ("Der Pilger und der Konvertit") erlauben, viele Veränderungen, die den christlichen Glauben berühren, auf die Formel vom Konversionschristentum zu bringen und zu fragen, ob und welche neue Figuren von Kirche-sein sich hier ankündigen.
Im Plenum der Tagung soll mit Vorträgen aus der Perspektive der Soziologie, Ekklesiologie und Spiritualität ein Bild vom Ganzen der Analysen und Reflexionen gezeichnet werden. In sieben Ateliers / workshops sollen gezielter bestimmte Aspekte eines Konversionschristentums zusammen mit den Folgen fürs Kirche-sein vertieft werden, insbesondere durch Vorstellen entsprechender Forschungsprojekte:
- Neue Formen des Predigens
- Initiativen im liturgischen Bereich
- Untersuchungen rund um die kommunitäre Dimension des Glaubens
- Große Versammlungen und Events
- Aufnahme neuer Menschen in den Kirchen: Initiation und oder Konversion?
- Neue Formen von Erwartungen und Vorschlägen in spiritueller Hinsicht
- Neue Akzente für die Konversion der Kirchen
Für jedes Atelier wird auf einer Seite die Problematik, um die es gehen soll, vorgestellt und den Teilnehmenden vorher mitgeteilt. Diese schreiben sich bis zum 7. April in eines der Ateliers für die Dauer der Tagung ein. Sie sollen zum Thema des Ateliers mit der Vorstellung eigener Arbeiten beitragen.
Ort des Kongresses: Versailles, Centre Huit (8, rue de la Porte de Buc - 78000 Versailles)
Der Tagungsbeitrag für Mitglieder der Gesellschaft ist 160 €, für Nichtmitglieder 240 €, und für Studierende 80 €. Unterkunft mit Frühstück kostet 30 €
Anmeldung bis zum 7. April 2007 mit dem im Programm vorgesehenen Formular.
Symposium: „Welche Kirche überlebt vor Ort?“– Schmerlenbach, 11./12.12.2006
„AsIPA – Kleine Christliche Gemeinschaften im deutschsprachigen Raum“, das Sammelbecken aller, die sich in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Luxemburg und Belgien um „Kleine Christliche Gemeinschaften“ bemühen, will diese in Asien und Afrika so erfolgreiche „neue Art Kirche zu sein“ zur Diskussion stellen.
Ist die Art und Weise der Pastoral, die den „Kleinen Christlichen Gemeinschaften“ zugrunde liegt, ein Weg für die Kirche hier? Wie kann ihre Inkulturation in unseren Kontexten aussehen? Wie können hier die vier „Säulen“ – Nahbereich, Spiritualität, soziales Engagement und Vernetzung in Kirche – aussehen? Welche Erfahrungen wurden bis dato mit „Kleinen Christlichen Gemeinschaften“ und dem dahinter stehenden pastoralen Ansatz in deutschsprachigen Gemeinden, Gemeindeverbünden und Pfarreien gemacht? Welche kulturellen, gesellschaftspolitischen und kirchlichen Rahmenbedingungen müssen berücksichtigt werden?
Ziel, Inhalt, Methode und Sinn der Tagung ist dieser gemeinsame Suchprozess nach einer neuen Gestalt von Kirche in der Schweiz, Österreich, Luxemburg, Belgien und Deutschland. Dabei geht es nicht um Pfarrstrukturierung, sondern um die inhaltliche Füllung der Strukturen, um Gemeindebildung. Wissenschaftler, Pastoralpraktiker, diözesane Planer, Gemeindemitglieder, Gruppen, Verbände, Gemeindeleiter und Verbünde sind eingeladen, auf diesem Symposium den Weg der Kirche in Mitteleuropa für das Heute und die Zukunft zu suchen.
Mehr Infos: http://www.asipa.de
Bericht von der ökumenischen Fachtagung „Religion und Konfession in der Medienkultur“
Etwa 60 Kolleginnen und Kollegen folgten der Einladung der Vorsitzenden der Fachgruppe Praktische Theologie in der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Theologie bzw. der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologinnen und Pastoraltheologen e.V., Prof. Dr. Michael Meyer-Blanck (Bonn) und Prof. Dr. Udo Schmälzle (Münster), und trafen sich vom 18.-20. September 2006 zu einer gemeinsamen Fachtagung in Frankfurt/Main. Vierzehn Jahre nach dem letzten solchen ökumenischen Symposion stand das Thema „Religion und Konfession in der Medienkultur“ auf der Tagungsordnung.
Bereits im Vorfeld hatten die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer Thesenpapiere verfasst, die, gesammelt in Form eines Readers, der Tagungsvorbereitung dienten. Unterstützt durch die zwei Eröffnungsreferate – „Evangelische Medienarbeit – mit Profil über Kreuz“ (OKR Dr. Joachim Schmidt) und „Die katholische Kirche in den Medien: Eine Erfolgsstory? Chancen und Anfragen aus praktisch-theologischer Perspektive“ (Dr. Thomas Böhm) – fand sich auf diese Weise schnell die nötige Basis für den gegenseitigen Austausch. In vier konfessionsübergreifenden und während des Tagungsverlaufs immer wieder zusammenkommenden Gruppen wurden unterschiedlichste Aspekte im Blick auf das Tagungsthema diskutiert. Das Spektrum reichte von dezidiert fundamentaltheologischen Fragestellungen (z.B. „Kommunizieren oder konstituieren Medien Religion und Religiosität?“) bis hin zur Suche nach Möglichkeiten einer Verankerung von Medienkompetenz in der Ausbildung von Theologinnen und Theologen.
Diese Diskussionen wurden durch ein interessantes Exkursionsprogramm bereichert, das der Gastgeber der Tagung, Prof. Dr. H.-G. Heimbrock, Abt. für Praktische Theologie und Religionspädagogik im Fachbereich Evangelische Theologie an der Universität Frankfurt, ausgewählt hatte und das u.a. in eine Frankfurter Werbeagentur führte.
P. Ludwig Bertsch SJ im Alter von 78 Jahren verstorben
31. August 2006. Am Montag, den 28. August 2006 verstarb im Alter von 78 Jahren Pater Ludwig Bertsch SJ. Als Professor für Pastoraltheologie an der Phil.-Theol. Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main, engagierte Persönlichkeit der Würzburger Synode, langjähriges Mitglied im ZdK und dessen Arbeitskreis "Pastorale Grundfragen" und Direktor des Missionswissenschaftlichen Instituts Missio e.V. in Aachen hat P. Bertsch - um nur einige seiner Tätigkeitsfelder aufzuzählen - sich in vorbildlicher Weise für die Orts- und Weltkirche eingesetzt. Mit seinem Tod verliert die Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V., so Professor Dr. Udo Schmälzle, eines ihrer besonders engagierten Mitglieder.
Das Requiem fand am Donnerstag, den 14. September, um 9.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Wendel in Frankfurt statt. Die Beerdigung erfolgte anschließend auf dem Südfriedhof.
Österreichische Pastoraltagung 2007: Schöpfungsverantwortung als pastorale Aufgabe
16. August 2006. Das Österreichische Pastoralinstitut veranstaltet vom 11.-13. Januar 2007 in Salzburg die nächste Österreichische Pastoraltagung. Zum Tagungsthema „Schöpfungsverantwortung als pastorale Aufgabe“ heißt es von Seiten der Veranstalter: „Die Verantwortung für diese Welt liegt in den Händen aller Menschen. Auf den ersten Blick scheint es nebensächlich zu sein, warum jemand umweltbewusst und mit Rücksicht auf andere lebt. Für Christen bedeutet eine rechte Sorge um die Schöpfung zugleich Mitarbeit am Werk Gottes. Dabei geht es nicht nur um praktische Dinge, sondern um wesentliche Grundhaltungen für das menschliche Zusammenleben und für den Umgang mit der Schöpfung. Diese ist ja Gottes Geschenk als Lebensgrundlage und zur Freude; in allen Dingen trägt sie seine Spuren. Es geht um eine – weltumspannende und viele Lebensbereiche umfassende – Solidarität der Achtsamkeit, die auch an die nächsten Generationen denkt. Es geht um eine dynamische Lebensqualität, die beharrlich neue Zeichen setzt: Denn die Auseinandersetzungen über den rechten Umgang mit der Umwelt sind stets in Bewegung; oder was sich bisher bewährt hat, muss vielleicht aufgrund neuer Einsichten verändert werden… Die Österreichische Pastoraltagung zum Thema Schöpfungsverantwortung ist aber keine Umwelt-Tagung. Sie verdeutlicht pastorale Anknüpfungspunkte und dabei mag manche – unter Experten wichtige – Frage, unberücksichtigt bleiben. Es kann hier nicht um das Ganze gehen, sehr wohl aber um einen nächsten Schritt – und wenn viele einen Schritt machen, kommen alle zusammen doch ein recht schönes Stück voran.“ Für weitere Informationen: http://www.pastoral.at/oept/oept.html
„Religion und Konfession in der Medienkultur“
Einladung zur gemeinsamen Tagung der Fachgruppe Praktische Theologie in der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Theologie und der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologinnen und Pastoraltheologen e.V. vom 18.-20. September 2006 in Frankfurt/Main
16. August 2006. Die Vorsitzenden der Fachgruppe Praktische Theologie in der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Theologie bzw. der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologinnen und Pastoraltheologen e.V., Prof. Dr. Michael Meyer-Blanck (Bonn) und Prof. Dr. Udo Schmälzle (Münster), laden für den 18.-20. September 2006 zu einer gemeinsamen Fachtagung nach Frankfurt/Main ein. An der dortigen Johann Wolfgang Goethe-Universität wird es um die Präsenz von Religion und Konfession in der gegenwärtigen Medienkultur gehen.
OKR Dr. Joachim Schmidt (Darmstadt) wird unter dem Titel „Evangelische Medienarbeit – mit Profil über Kreuz“ in das Tagungsthema einführen, Dr. Thomas Böhm (Innsbruck) hält ein Impulsreferat mit dem Titel „Die katholische Kirche in den Medien: Eine Erfolgs–Story? Chancen und Anfragen aus praktisch-theologischer Perspektive“.
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind eingeladen, im Vorfeld der Tagung ihre persönliche Positionsbestimmung zur Frage von „Religion und Konfession in der Medienkultur“ zu formulieren und ein entsprechendes Arbeitspapier bis zum 31.5. an Prof. Michael Meyer-Blanck zu senden. Ein Reader mit den eingegangenen Beiträgen wird im Sommer versandt werden.
Anmeldung und weitere Informationen bei der Geschäftsführung der Konferenz, Dr. Johannes Horstmann (dr.horstmann@akademie-schwerte.de).
Prof. Dr. Norbert Schuster im Alter von 47 Jahren verstorben
16. August 2006. Die Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. trauert um ihr Mitglied Professor Dr. Norbert Schuster, der am 12. Juli im Alter von erst 47 Jahren verstorben ist. Er vertrat seit Oktober 2001 das Fach Pastoraltheologie an der Katholischen Fachhochschule Mainz im Fachbereich Praktische Theologie und lehrte dort zugleich Theologische Anthropologie in den Fachbereichen Soziale Arbeit wie Pflege und Gesundheit. Seine Kolleginnen und Kollegen in Mainz beschreiben ihn als einen Hochschullehrer aus Leidenschaft, der mit höchstem insatz Theologie lehrte und Pastoraltheologie zukunftsweisend profilierte. Ein Gedenkgottesdienst in der KFH Mainz ist für den 18. Oktober 2006 um 13:15 Uhr vorgesehen.
Studientag zur BA/MA-Studienreform
01. Oktober 2005, aktualisiert 13. Januar 2006. Auf der Beiratssitzung und der Mitgliederversammlung in Leitershofen wies der Vorsitzende der Konferenz, Prof. Dr. Udo Fr. Schmälzle, eindrücklich daraufhin, wie wichtig die weitere Beschäftigung der Konferenz mit der BA/MA-Studienreform ist. Es ist sicherzustellen, dass im Rahmen der Umstrukturierungen die praktisch-theologischen Fächer ihr Profil erhalten und nicht wegrationalisiert werden. Da diese Entwicklung eine enge Zusammenarbeit und intensiven Erfahrungsaustausch aller Lehrstuhlinhaber voraussetzt, will die Konferenz ein eigenes Treffen der Lehrstuhlinhaber anregen, auf dem die Lage an den einzelnen Fakultäten und theologischen Instituten diskutiert werden soll und Absprachen zum Vorgehen bei den anstehenden Zertifizierungen getroffen werden sollen. Auch die Mittelbau-VertreterInnen an den Fakultäten und Instituten sind zu einem solchen Studientag eingeladen, der für den 10.12.2005 in Fulda vereinbart wurde. Nähere Informationen bei: Prof. Dr. Udo Fr. Schmälzle, udoschm@uni-muenster.de.
Informationen zum Studientag finden Sie in Ausgabe 1/2006 unseres Newsletters...
Prof. Dr. Udo Fr. Schmälzle als Vorsitzender der Konferenz bestätigt
01. Oktober 2005. Nahezu einstimmig hat die am Mittwoch, den 21. September 2005, am Rande des Kongresses in Leitershofen tagende Mitgliederversammlung Prof. Dr. Udo Fr. Schmälzle (Münster) das Vertrauen ausgesprochen und ihn im Amt des Vorsitzenden der Konferenz für eine zweite Amtsperiode bestätigt. Zu seiner Stellvertreterin wurde Frau Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke (Osnabrück) gewählt, das dritte Vorstandsmitglied ist in der Wahlperiode 2005-2009 Prof. Dr. Manfred Belok (Chur).
In einer ganzen Reihe weiterer Wahlen wurde u.a. Dr. Tobias Kläden (Münster) zum Schriftführer gewählt und Frau Sigrid Knappstein (Schwerte) in ihrem Amt als Kassiererin bestätigt. Zu sog. „Ländervertretern“ im Beirat der Konferenz wurden Frau Prof. DDr. Doris Nauer (Tilburg), Dr. habil. Johannes Pock (Graz) und Prof. Dr. Michael Sievernich (Mainz) gewählt.
Die Liste der Beiratsmitglieder für die Wahlperiode 2005-2009 finden Sie hier...
Beirat: Abschluss der alten, Beginn der neuen Wahlperiode
01. Oktober 2005. Vom Sonntag, 18.09.2005, bis Montag, 19.09.2005, tagte im Vorfeld des Kongresses der Beirat der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. in Leitershofen. Da es sich um die letzte Beiratssitzung dieser Legislatur handelte, wurden insbesondere der Kongress und die Mitgliederversammlung vorbereitet. Darüber hinaus haben u.a. die Redaktionen der „Pastoraltheologischen Informationen“ und der Konferenz-Homepage über ihre Arbeit berichtet. Weiterhin wurden die für 2006 und 2007 geplanten Veranstaltungen geplant.
Im Anschluss an die Mitgliederversammlung traf sich der neue Beirat zu seiner konstituierenden Sitzung. Insbesondere durch die neu gewählten Länder- und Mittelbau-VertreterInnen hat sich die Zusammensetzung des Gremiums verändert. Eine aktualisierte Liste der Beiratsmitglieder wird in Kürze unter www.pastoraltheologie.de/konferenz/beiratsliste.htm einsehbar sein.
Kongress 2005
"Der halbierte Aufbruch" - 40 Jahre Pastoralkonstitution Gaudium et Spes
31. Mai 2005. Der diesjährige Kongress der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen & Pastoraltheologinnen fand vom 19. - 22. September 2005 im Diözesan-Exerzitienhaus St. Paulus in Leitershofen bei Augsburg statt.
Weitere Informationen finden Sie hier...
„Pastoral braucht Theologinnen und Theologen“
Der Beirat der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e. V bringt in einer Erklärung zu den aktuellen Entwicklungen [PDF] in den deutschen Bistümern bezüglich des Berufes der Pastoralreferentin/des Pastoralreferenten seine Beunruhigung zum Ausdruck über getroffene Entscheidungen und die sich abzeichnende Entwicklung. Zugleich drängt er darauf, dass es zwischen den Beteiligten und Betroffenen zu einem Gespräch kommt.
Zu diesem Ziel hat die Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e. V. unter dem Titel
„Pastoral braucht Theologinnen und Theologen“
am Donnerstag, den 16. September 2004,
in der Philosophisch-Theologische Hochschule
Sankt Georgen, Frankfurt a. M.
einen Studientag veranstaltet. Wie dem Programm [PDF] entnommen werden kann, war es das Anliegen dieses Studientages, Vertreterinnen und Vertreter der Berufsgruppe der Pastoralreferentinnen/Pastoralreferenten, der anderen pastoralen Dienste, der Diözesen und der Hochschulen zur Diskussion der anstehenden weitreichenden Fragen zusammenzubringen.
Über den Studientag und seine Ergebnisse berichtet Alexander Foitzik in der November-Ausgabe der "Herder Korrespondenz" (http://www.herder-korrespondenz.de) unter dem Titel "Seelsorge: Pastoralreferenten suchen ihren Ort". Der Artikel ist hier als PDF-Dokument abrufbar [31 KB].
Veröffentlichung zum Rahner-Symposion [21.10.2004]
Prof. Dr. Roman A. Siebenrock, der an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck Fundamentaltheologie lehrt und das dortige Karl-Rahner-Archiv betreut, berichtet in einem Beitrag für die Zeitschrift DIAKONIA (http://www.diakonia-online.net) von seinen Eindrücken vom Symposion "Theologie aus pastoraler Leidenschaft". Freundlicherweise haben sich Autor und Redaktion bereit erklärt, dass diese am pastoralen und pastoraltheologischen Engagement Rahners ansetzende Reflexion zum Verhältnis praktischer und systematischer Theologie auch hier verfügbar gemacht wird.
Roman A. Siebenrock, Theologie um der Seelsorge willen [ 219 KB]
Prälat Dr. Ferdinand Fromm ist im Alter von 91 Jahren am Montag, 14. Juni 2004, in Limburg verstorben.
Er hat 1958 die damaligen Pastoraltheologen im deutschsprachigen Raum zur ersten Konferenz nach Limburg eingeladen und wurde auf dieser Konferenz zum ersten Vorsitzenden gewählt. Wir trauern um einen Priester und Seelsorger, der schon weit vor dem Konzil die Zeichen der Zeit erkannte und neue Wege zum Menschen suchte.
Nachruf von Prof. Dr. Udo Fr. Schmälzle...
Die Mitgliederversammlung der Konferenz wählte am 24.9.2003 auf Vorschlag des Vorstands und Beirats Herrn PD Dr. Reinhard Feiter (Aachen) und Frau Dr. Dagmar Stoltmann (Hildesheim) als neue katholische Redakteure der "Pastoraltheologischen Informationen" (PThI). Sie bilden zusammen mit Herrn Prof. Dr. Reinhard Schmidt-Rost (Bonn) das Redaktionsteam.
Am Rande des Kongresses in Schwerte haben die anwesenden Hochschulassistentinnen und -assistenten Frau Gunda Ostermann (Osnabrück), Herrn Tobias Kläden (Münster) und Herrn Dr. Franco Luzzatto (Zürich) zu ihren Vertretern im Beirat der Konferenz gewählt. Diese Wahl wurde von der Mitgliederversammlung am 24.9.2003 bestätigt.
Mit Datum vom 19. September 2003 ernannte Bischof Amédée Grab, der Grosskanzler der Theologischen Hochschule Chur (THC), Prof. Dr. theol. Manfred Belok, geb. 1952 in Schüt-torf/Niedersachsen (Deutschland), zum Professor für Pastoraltheologie und Homiletik (Predigtlehre). Der Lehrstuhl war seit dem Tod von Prof. Dr. Hermann Kochanek an Weihnachten 2002 vakant. Prof. Belok wird seine Lehrtätigkeit im Sommersemester 2004 teilzeitlich aufnehmen und vom Wintersemester 2004-2005 an vollamtlich zur Verfügung stehen. Als Inhaber des Lehrstuhls wird er gleichzeitig verantwortlich für die Leitung des neugegründeten Pastoralinstituts der THC sein.
Weitere Informationen:
http://www.thchur.ch/Theologische_Hochschule/Aktuelles/
aktuelles.html#Belok
Papst Johannes Paul II. hat Prof. Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst zum Weihbischof in Münster ernannt. Dies wurde am Freitag (14.11.2003) zugleich im Vatikan und in Münster bekannt gegeben. Der aus Kevelaer-Twisteden stammende Professor für Pastoraltheologie und Liturgiewissenschaft an der Universität Passau wird als Regionalbischof für die Kreisdekanate Borken und Steinfurt tätig.
Weitere Informationen:
http://www.bistummuenster.de/index.php?myELEMENT=
57137&mySID=33ba512e5d10b14039370fff19040065
Die Mitgliederversammlung der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. protestiert gegen die Art und Weise, wie der Pastoralplan der Diözese Passau, von der neuen Diözesanleitung abrupt gestoppt wurde.
Volltext der Presserklärung als PDF-Dokument...
Lesen Sie dazu auch die Antwort des Generalvikars...
Vom 22. 25. September 2003 fand im Kardinal-Jaeger-Haus der Katholischen Akademie Schwerte der Kongress der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen statt.
Die theologische Fakultät der Universität
München trauert um Professor Dr. Erich Feifel, verstorben am
5. April 2003, Professor für Religionspädagogik von 19681991.
Geboren am 27. September 1925 studierte er nach Wehrdienst und Kriegsgefangenschaft
Theologie, Philosophie und Pädagogik in Tübingen. Er wurde
1950 zum Priester geweiht, promovierte 1957 bei Franz-Xaver Arnold
und wurde im Fachgebiet Religionspädagogik 1963 habilitiert.
Von 1968 bis 1991 lehrte und forschte er als Professor für
Religionspädagogik und Kerygmatik an der Katholisch-Theologischen
Fakultät der LMU-München. Von 19701971 war er deren
Dekan und von 19721980 Vorsitzender der Studienreformkommission
Curricula in Theologie des Westdeutschen Fakultätentages.
Professor Feifel gehörte zu den Promentoren der Religionspädagogik
im deutschsprachigen Raum. In seiner langjährigen Lehrtätigkeit
und in zahlreichen Publikationen hat er die Entwicklung des Faches
seit den 1960er Jahren mitgestaltet und wesentlich zu ihrer Profilierung
als wissenschaftliche Disziplin beigetragen. Die Katholisch-Theologische
Fakultät, seine Bekannten und Schüler werden ihn in dankbarer
Erinnerung bewahren und seiner in der Eucharistie und im Gebet gedenken.
(Stephan Leimgruber)
Am 24. Dezember 2002 verstarb nach langer,
schwerer Krankheit im Vertrauen auf Jesus Christus und das ewige
Leben Professor Pater Dr. Hermann Kochanek SVD.
Pater Hermann Kochanek wurde am 7. Juli 1946 geboren und am 22.
Februar 1976 zum Priester geweiht.
Ein Gedächtnisgottesdienst für Pater Hermann Kochanek
wurde am 31. Dezember 2002 in der Propsteikirche St. Walburga zu
Werl gefeiert. Das feierliche Requiem war am 2. Januar 2003 in der
Kirche des Missions-Priesterseminars St. Augustin. Die Beerdigung
fand im engsten Familien- und Freundeskreis auf dem Werler Parkfriedhof
statt.
Der Vorsitzende der Konferenz der deutschsprachigen
Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. gratuliert Professor
Dr. Norbert Mette zur Verleihung der Ehrendoktor-Würde der
Universität Freiburg/Schweiz. Die dortige Theologische Fakultät
würdigt mit der Ehrenpromotion Norbert Mette als "Professor
der Praktischen Theologie an der Universität Dortmund von internationalem
Rang. Seine Veröffentlichungen weisen ihn als einen Hochschullehrer
und Forscher aus, der ein weites Spektrum der Pastoraltheologie
und Religionspädagogik abdeckt. Er verfügt über einen
ausgeprägten Sinn für interdisziplinäres Forschen
und Lehren, vor allem im Hinblick auf die Sozialwissenschaften.
So verbindet er nicht nur die Theologie mit den Humanwissenschaften,
sondern stellt die theologischen und kirchlichen Fragen unter den
Bedingungen der gesellschaftlichen Herausforderungen." Norbert
Mette ist am 12.12.1946 in Ostwestfalen geboren. Er hat seit 1966
in Münster Theologie und Sozialwissenschaften studiert und
ab 1973 als wissenschaftlicher Assistent des Seminars für Pastoraltheologie
und Religionspädagogik gearbeitet. 1977 schloss er die Doktorarbeit
ab, 1983 die Habilitation. Im gleichen Jahr übernahm er eine
Professurvertretung für Praktische Theologie an der Universitäts-Gesamthochschule
in Paderborn, im Jahr darauf wurde er selbst dort zum C3-Professor
für Katholische Theologie berufen. Die Universität berief
den international bekannten Pastoraltheologen zum Beginn des Sommersemester
2002 als C4-Professor im Fach Katholische Theologie und ihre Didaktik
mit dem Schwerpunkt Religionspädagogik.
Für den künftigen Ehrendoktor der Universität von
Freiburg/Schweiz kam die Würdigung, wie er selbst sagt, völlig
unerwartet. Er freut sich darüber, dass damit insbesondere
das Fach der Praktischen Theologie in den Blick gerückt wird,
das sich weniger den systematischen und dogmatischen Aspekten der
Gottesgelehrsamkeit zuwendet, sondern der Auseinandersetzung mit
den gesellschaftlichen und individuellen Erfahrungen der Gläubigen
und Nichtgläubigen.
Man kann davon ausgehen, dass die Schweizer Theologen mit der Auszeichnung
des Theologen Mette nicht nur das von ihm vertretene Fach, sondern
mit ihm auch einen der Initiatoren der "Kölner Erklärung
vom 6. Januar 1989" ehren wollen. Damals hatten sich über
220 katholische TheologieprofessorInnen gegen die päpstliche
Disziplinierung der Theologie gewendet und "Wider die Entmündigung
- für eine offene Katholizität" plädiert. Neben
Mette unterzeichneten bedeutende Theologen wie Norbert Greinacher,
Peter Hünermann, Hans Küng, Johann Baptist Metz die Erklärung.
Der Ehrendoktortitel der zweisprachigen schweizerischen Universität
wurde am 15. November 2002 im Rahmen eines öffentlichen Festaktes
in der Aula Magna beim traditionellen "Dies academicus"
der Hochschule verliehen.
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